Tiefenstock (3515 m)
liegt in den Kanton Uri und Wallis.
Landeskarten der Schweiz 1:25 000 Nr. 1231 Ursenen.

Swisstopo-Landeskarten - Schweizerische Eidgenossenschaft.


Der Tiefeinstock im Furkagebiet ist nicht der höchste Gipfel in der langen Bergkette, die sich vom Chli Furkahorn am Furkapass, über den Galenstock bis zum Hinter Tierberg erstreckt. Dieses Privileg gehört dem Dammastock mit seinen 3630 m.
Er liegt zudem noch im Schatten seiner berühmten Nachbarn: Galenstock, Rhonestock und Dammastock. Er ist der dominante Eckpfeiler dreier Grate hoch über Rhone-, Damma- und Tiefengletscher. Dieser Grenzgipfel zwischen den Kantonen Uri und Wallis, bietet eindrucksvolle Tiefblicke in hochalpiner Ambiance.
Während sein Nachbar, der Galenstock, im Winter und Sommer massenweise Besuch erhält, wird der Tiefenstock im Sommer seltener bestiegen, denn er ist eher ein Skitourenberg.
Hier am Tiefenstock ist der Klimawandel direkt erfahrbar: Der Rückgang des Tiefengletschers zwischen dem Galenstock, Tiefenstock, Dammazwillinge und Gletscherhorn ist extrem und die Topografie verändert sich in immer kürzerer Zeit.
Durch den starken Gletscherschwund ist das Couloir hinauf zum Nördlichen Tiefensattel, einiges anspruchsvoller geworden und daher wurde sie auch zur Schlüsselstelle der Tour. Vor dieser fast senkrechten Platte mussten immer wieder Berggänger kapitulieren.
Eigentlich war der Tiefenstock bei unserem ersten Besuch im 1998 ein einfacherer Berg (die Schwierigkeits- Definition ist für Alpinistinnen-en oder Alpinisten unterschiedlich) und es hatte damals noch keine Fixseile. Aber die Kletterstellen durch den Rückgang des Gletschers der jährlich neue Fakten schafft, wurden immer länger und für viele immer mehr zur Knacknuss. Zuerst wurden Bohrhaken, Sicherungsstangen und Fixseile angebracht, dann kam einige Jahre später in der unteren Passage der Klettersteig dazu, was ihn mit entsprechender Sicherung (KS-Set) wieder etwas einfacher machte.
Im oberen Bereich zum Sattel ist das Gestein im Couloir oft brüchig.

Tourenfotos Juli 2019

Aufstieg von Matten Richtung
Albert-Heim-Hütte

Gross Bielenhorn — Galenstock
von etwa P.2412

Gross Bielenhorn — Galenstock
von etwa P.2480

Gross Bielenhorn — Galenstock
Tiefengletscher von etwa P.2507

Aufstieg zur Gletscherzunge
des Tiefengletscher

Aufstieg über den Tiefengletscher
zum nördliche Tieffensattel

Aufstieg über den Tiefengletscher
zum Nördliche Tieffensattel

Aufstieg über den Tiefengletscher
zum nördliche Tieffensattel

Aufstieg über den Tiefengletscher
auf der Höhe von etwa 2700 m

Aufstieg über den Tiefengletscher
auf der Höhe von etwa 2700 m

Eistieg zum
Nördliche Tieffensattel

Klettersteig im unteren Bereich
des Couloir

Klettersteig im unteren Bereich
des Couloir

Im oberen Bereich
des Couloir

Im oberen Bereich
des Couloir

Im oberen Bereich
des Couloir

Tiefenstock vom
Nördliche Tiefensattel

Tiefenstock
Kulminationspunkt

Unteres Winterjoch — Vorderer Rhonestock — Hinterer Rhonestock — Dammastock
vom Tiefenstock

Galenstock vom
Tiefenstock

Nördlichen Tiefensattel
vom Tiefenstock

Tiefengletscher vom
Couloir aus

Couloir - Nördlichen Tiefensattel
vom Tiefengletscher

Abstieg über den
Tiefengletscher

Abstieg über den
Tiefengletscher

Schwemmebene mit Gletschersee
vom Tiefengetscher

Galenstock und
Tiefengletscher

Schwemmebene und
Gletschersee

Gross Bielenhorn - Galenstock
Gletschersee

Aufstieg: Vom Parkplatz der Albert-Heim Hütte bei der Furkapassstrasse auf dem markierten Wanderweg, dem Tiefenbach entlang, oder über Matten - Trüebseplanggen bis zur Brücke bei Sunnig Berg und Wegweiser Sidelenhütte / Albert-Heim.
Weiter Richtung Tiefengletscher immer rechts vom Bach zur Schwemmebene mit See und südlich am Gletschhorn vorbei.
Über eine kurze steile Steigung zur Gletscherzunge des Tiefengletscher. Auf dem kaum mehr vorhanden Gletscher bis zur Gletschermulde unterhalb der Dammazwillinge und in nordwestlicher Richtung zum Nördlichen Tiefensattel.
Am Fusse des Sattels (Bergschrund) über den kurzen etwas ausgesetzten Klettersteig hochsteigen. Den restlichen Teil der Flanke, auf den Tiefensattel ist brüchig und hat einige Kletterstellen (2. Grad, Vorsicht viel loses Gestein) bis in den Sattel.
Anschliessend über den breiten Sattel hinauf zum Tiefenstock.

Abstieg: Über die Aufstiegsroute.

Zum Tiefenstock sind es rund 1400 Höhenmeter und etwa 4 bis 4½ Std.
SAC Schwierigkeitsgrad: WS = wenig schwierig.

Urner Alpen