Mittetaghorn (2415 m), Laaxer Stöckli (2898,4 m), Bündner Vorab (3028 m)
und Rotstock (2624 m) liegen in den Kantonen Glarus und Graubünden.
Landeskarten der Schweiz 1:25 000 Nr. 1193 Tödi.

Swisstopo-Landeskarten - Schweizerische Eidgenossenschaft.

Die Glarner Alpen sind eine Untergruppe der Westalpen und liegen in den Kantonen Glarus, Graubünden, St. Gallen und Uri. Der höchste Gipfel ist der weit herum sichtbare Tödi mit seine 3614 Metern.
In den Glarner Alpen liegen zahlreiche Dreitausender sowie einige Gletscher und die Segnas-Vorabgruppe.
Diese Guppe besteht aus einem zentralen Grat, in dem eine ganze Reihe von Gipfeln die Höhe von 3000 m übersteigen. Der Grat beginnt beim Foopass und endet über Piz Segnas - Piz Sardona - Ofen - Laxxer Stöckli - Bündner Vorab - Rostock am Panixerpass.
Der Gipfel Sardona wie auch auch der Vorab sind zur Zeit noch vergletschert und vorwiegend flach, haben sich aber in den letzten Jahren durch die Erwärmung stark verändert. Der Vorabgletscher (rätoromanisch Glatscher di Vorab) liegt auf einer durchschnittlichen Höhe von etwa 2700 m und erreicht zur Zeit noch die Höhe von etwa 3000 m.

Am 7. Juli 2008 wurde die Tektonikarena Sardona ins UNESCO-Welterbe aufgenommen www.tektonikarenasardona.ch
Grund dazu sind die einzigartig gute Sichtbarkeit der tektonischen Strukturen und die Erlebbarkeit der Prozesse der Gebirgsbildung. Im Martinsmadgebiet kommen diese Besonderheiten mehrfach anschaulich zum Ausdruck.
Das Mittetaghorn liegt direkt gegenüber dem Skigebiet Elm. Vom Gipfel geniesst man einen imposanten Tiefblick auf Elm und ins Sernftal.

Laaxer Stöckli /Piz Griesch ein beliebte Wandergipfel von der Flimser Seite her, ist mit seinen 2898,4 m auch noch etwas höher als der Ofen. In den früheren Jahren waren die Gipfel stets schneebedeckt aber in den letzten Jahren muss man sich an den aperen Anblick gewöhnen. Von der Martinsmadhütte ist der Aufstieg anspruchsvoller, blau-weiss markiert und mit fixen Stahlseilen gesichert.

Bündner Vorab und der Glarener Vorab liegen beide auf der Kantonsgrenze Glarus-Graubünden und wurden erstmals im Jahr 1842 von A.Escher von der Linth bestiegen. Die grossartige sicht in die Bündner Berge, so wie der grossartige Tiefblick ins Kleintal vom Glarner Vorab machen sie wegen des Skiliftes auf dem Vorabfirn nicht zu den schönsten Gipfeln. Aber der Aufstieg von der Martinsmadhütte durch das Felsband und die Steinlandschaften bis zum Vorabfirn, über diesen schliesslich zum Gipfel, entschädigt wieder für diese wenig sensible Erschliessung dieser Region.

Der Rotstock ist der westlichste Gipfel in der Segnas-Vorabgruppe, und kann vom Panixerpass leicht auf weiss-rot markiertem Weg erreicht werden.

Eine abwechslungsreiche leichte Hochtour, in einer landschaftlich schönen Gebirgsgruppe der Westalpen. Im Sommer ist diese interessante Tour (über Martinsmadhütte oder über Panixerpasshütte) in zwei Tagen machbar, dies macht sie zu einem lohnenden und faszinierenden Ziel.

Tourenfotos Juli 2010

Mittetaghorn von
Nideren P.1480

Gandstock und Mittetaghorn
von P.1743

Mittetaghorn von
etwa P.2098

Zwölfihorn vom
Mittetaghorn

Mittetaghorn von etwa
Martinsmad

Aufstieg zum Ofenrus
und Sattel P.2760

Aufstieg zum
Sattel P.2760

Laaxer Stöckli von etwa
P.2760

Glarner und Bündner-Vorab
vom Laaxer Stöckli

Glarner und Bündner-Vorab
vom Vorabfirn

Laaxer Stöckli vom
Vorabfirn

Wetsgrat zum Panixerpass
vom Bündner Vorab

P.3001 vom
Westgrat

Bündner Vorab von etwa
P.3001

Bündner Vorab und Gratroute
von etwa P.2833

Rotstock und Gratroute
von etwa P.2833

Westgrat vom
vom Rotstock

Hausstock
Rotstock
Gratroute vom Vorab zum Rotstock
vom Panixerpass

Aufstieg: Von der Bergstation der Niderenbahn zum Wegweiser Mittetaghorn. Kurz durch den Wald, immer steiler zum Firstboden (1740 m) auf alpiner Route (weiss-blau-weiss) über Steil abfallende Grass-flanken dem Nordgrat folgen über Gandstock (2098 m) zum Mittetaghorn.

Abstieg: Vom Gipfel ostwärts zur Martinsmadhütte absteigen (weiss-blau-weiss).

Aufstieg: Von der Martinsmadhütte über die kleine Stufe auf die Martinsmad bis zum Wegweiser. Von hier links Richtung Ofenrus steigend und auf markiertem Pfad bis auf ca. 2300 m, den Bach queren und in Richtung Süden bis zu den Felsen. Der Bergweg geht durch die Wand bis Punkt 2455 und ist mit fixen Stahlseilen gut gesichert. Anschliessend über Geröll und Schutt zum Grischsattel (P. 2760). Vom Grischsattel über den Ostgrat zum Laaxerstöckli.

Abstieg: Vom Gipfel über den Westgrat den Wegspuren folgen an P.2772 und P.2740 zum Vorabfirn.

Aufstieg: Über den dahinschwindenden Gletscher zum Glarner Vorab (3018 m). Weiter zum Sattel P.2930 und über den kurzen Grat zum Bündner Vorab (3028 m).
Nun wenn immer möglich, teils sichtbare Wegspuren dem Westgrat folgen über P.3001 - P.2757 - P.2829 - P.2833 - P.2727 - Crena Martin (durch das Couloir direkt zum Häxenseeli) - P.2679 - P. 2641 zum Rotstock (2624 m).
Nun dem rot-weiss markierten Weg folgen zum Panixerpass mit seiner gleichnamigen Schutzhütte. Weiter am Häxenseeli vorbei nach Oberstafel und dem Jetzbach und Sernft folgen zurück nach Elm.

Zur Martinsmadhütte über das Mittetaghorn sind es rund 1050 Höhenmeter und etwa etwa 3,5 Std.
Von der Martinsmadhütte zum Panixerpass sind es rund 1500 Höhenmeter und etwa etwa 7 Std.
Vom Panixerpass nach Elm (Niderenbahn) etwa etwa 4.5 Std
SAC Schwierigkeitsgrad: T4/(T5) oder L = leichte Hochtour

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