Magerrain (2524 m), Goggeien (2351 m), Heustock (2471 m) und Bützistock (2496 m)
liegen in den Kantonen Glarus und St. Gallen.
Landeskarten der Schweiz 1:25 000 Nr. 1154 Spitzmeilen.

Swisstopo-Landeskarten - Schweizerische Eidgenossenschaft.

Viele Leute aus verschiedenen Ländern sind sich nicht bewusst, welche Konsequenzen es hat auf der A3 von Weesen nach Walenstadt am Dorf Murg vorbei zu fahren. Vielleicht ist es auch besser, denn hier beginnt das überraschend schöne Murgtal. Es liegt in den Glarner Alpen südlich des Walensees. Das Tal mit seinen schönen Naturlandschaften wird vom Murgbach auch Murg genannt, einem rund 13 km langen Fluss durchflossen und erreicht etwa auf 419 m das Südufer des Walensees. Im Tal gibt es eine ganze Reihe von markierten Wander- und Bergwegen. An Sommertagen ist vor allem die berühmte Rundwanderung mit dem Berggasthaus Murgseen – Murgseefurggel - Mürtschenalp sehr stark frequentiert. Der untere Murgsee liegt in einem Naturschutzgebiet mit uraltem Arvenbestand. Als Arvenwaldreservat geschützt, wird hier auf jegliche Holznutzung verzichtet. Das Mürtschental gehört zusammen mit dem wildromantischen Murgtal seit dem Jahr 1977 zum Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN).

Der unspektakuläre Voralpengrat mit seinen 6 markanten Gipfeln Magerrain, Goggeien oder Ruchsitenstöckli, Huet, Tristelhoren, Heustock, Bützistock und Rottor erstreckt sich vom Magerrain bis zum Wildersteinerfurgglen. Er liegt zwischen dem südlichen Mülibachtal und dem nördlichen Murgtal. Die Überschreitung des Grates kann in beiden Richtungen begangen werden, ohne grosse technische Schwierigkeiten für den erfahrenen Berggänger. Die Gipfel an diesem Voralpengrat gehören zur Spitzmeilengruppe. Diese Tour vom Erdisgulmen bis zur Wildersteinerfurgglen ist kein Geheimtipp mehr. Doch wer die Gipfel an diesem Grat in mittlerer Höhe verbindet, der erlebt viele einsame Momente in einer aussergewöhnlichen und beeindruckenden Voralpenlandschaft..

Erdisgulmen: Erhebung zwischen Hoch Gamatsch (Übergang von den Flumserberge ins Murgtal).
Magerrain: Höchster Punkt der Route mit seiner steilen Grasrampe und dank seiner Lage, eröffnet sich hier ein fantastischer Rundblick.
Bützistock und Rottor: Diese beiden Gipfel sind durch eine breite Mulde von einander getrennt, aber wirken wie ein Doppelgipfel. Um eine Übersicht über die beiden Täler Mülibach und Murgtal und in die Glarner Alpen zu erhalten, empfiehlt es sich sie zu besuchen.

Tourenfotos August 2015

Aufstieg von Mornen P.1335
nach Erdis P.1996

Erdisgulmen P.2293
von etwa Heuloch

Magerrain — Goggeien oder Ruchsitenstöckli — Heustock — Bützistock
von Erdisgulmen

Magerrain von etwa
P.2273

Türli, zur tiefen Felsspalte
mit Drahtseilen versehen

Querung unter den
Felstürmen des Magerrain

Querung unter den
Felstürmen des Magerrain

Goggeien im Abstieg
vom Magerrain

Goggeien von etwa
P.2235

Erdisgulmen — Magerrain vom
Goggeien oder Ruchsitenstöckli

Huet — Heustock — Bützistock
vom Goggeien

Huet — Heustock — Bützistock
von etwa P.2347

Heustock — Bützistock
von etwa Huet P.2295

Bützistock vom Verbindungsgrat
Bützistock — Rottor

Erdisgulmen — Magerrain — Goggeien — Bützistock
vom Rottor P.2489

Widersteiner Furggel
vom Rottor

Ober Murgsee und Fischerhütte
vom Rottor

Abstieg vom Rottor zur
Widersteiner Furggel

Abstieg vom Rottor zur
Widersteiner Furggel

Rottor und P.2137 von
Widersteiner Furggel

Ober Murgsee von
Widersteiner Furggel

Bützistock und Rottor vom
Berggasthaus Murgsee

Unter Murgsee von etwa
P.1817

Aufstieg: Vom Parkplatz im Murgtal bei etwa P.1238 auf markiertem Wanderweg über die Alp Erdis zum Erdisgulmen P.2291. Nun folgt die Gratwanderung Richtung Türli, zur tiefen Felsspalte, welche den Übergang Richtung Erdis bildet (mit Drahtseilen versehen). Querung unter den Felstürmen des Magerrain Nordgrates zur Gipfelflanke (Wegspuren/teils Steinmannli), im südlichen Teil und über die steile Grasrampe (Steinmänndli) zum Gipfel P.2523.
Abstieg: An den Fuss des Goggeinen/ Ruchsitenstöckli. Nun in einem stetigen auf und ab zur Wildersteinerfurgglen. Den Goggeien erreicht man über Ost- oder Südostgrat. Nach Erreichen des Gipfels weiter Richtung Huet, den man direkt über den Ostgrat besteigt. Kurzer Abstieg über eine Felsstufe auf der Westseite. Die Tristelhoren können einfach auf der Südseite umgangen werden (direkte Überschreitung nicht empfehlenswert). Weiter an den Fuss des Heustock. Und über die steilere Ostflanke (Trittspuren) zu P.2470. Weiter auf sichtbaren Wegspuren an den Südostgrat des Bützistock. Nun umgeht man den Bützistock auf dessen Südseite, um später wieder zum Verbindungsgrat zwischen Bützistock und Rottor aufzusteigen. Über den Westgrat (Wegspuren) zum Gipfel des Bützistock. Vom Gipfel auf gleichem Weg zurück in die Scharte vor dem Rottor und über dessen gut gestufte Südostflanke zum P.2489.

Abstieg: Vom Rottor über den längeren Südwestgrat zur Widersteinerfurgglen. Auf markiertem Wanderweg erreicht man die Murgseen mit dem Berggasthaus Murgsee. Weiter vorbei am mittleren und unter Murgsee geht es talauswärts zurück zum Parkplatz.

Zum Bützistock und Rottor sind es rund 1600 Höhenmeter und etwa 5 - 6 Std.
und rund 9 bis 10 Std. für die Rundtour
SAC Schwierigkeitsgrad: T5 = Anspruchvolles Alpinwandern

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