Nüenchamm (1903 m), Leiststock (1830 m), Schijenstock (1923 m)
und Fronalpstock (2124,4 m) liegen im Kanton Glarus.
Landeskarten der Schweiz 1:25 000 Nr. 1134 Walensee und Nr. 1154 Spitzmeilen.

Swisstopo-Landeskarten - Schweizerische Eidgenossenschaft.

Während der Mürtschenstock dem erfahrenen Bergsteiger vorbehalten ist, sind seine Trabanten auch dem Bergwanderer zugänglich. Unter ihnen nimmt der Fronalpstock eine besondere Stellung ein. Dieser markante Gipfel mit seinem pyramidenförmigen Felsaufbau über der Fronalp ist leicht vom Fronalppass zu erreichen. Eine grandiose Aussicht, die ihresgleichen sucht, macht ihn zu einem der schönsten Wanderberge in den Glarner Alpen. Um den vielen Besuchern zu entfliehen, ist die Überquerung vom Nüencham zum Fronalpstock zu empfehlen. Diese selten begangene Gradtour ab Leistock bietet herrliche Tiefblicke ins Linthtal, Hinter Tal und Spanegg. Trotz ihrer geringen Höhe erfordert die Routenwahl bereits ein geschultes Auge. Trittsicherheit und absolute Schwindelfreiheit sind hier unumgänglich. Senkrechte Stellen oder gut griffige Übergänge verlangen bereits einiges an Kraftaufwand.

Nüenchamm: leicht zu erreichendes Wanderziel mit hoher Besucherfrequenz. Gut ausgebauter Weg mit rotweisser Wandermarkierung ab Stäfeli.
Leiststock: wird meistens zusammen mit dem Nüenchamm besucht. Ab dem Nüencham keine Markierung, aber sichtbare Wegspuren.
Schijenstock: Zentraler Gipfel im wild gezackten Grat zwischen Nüenchamm und Fronalpstock. Er wird sehr selten bestiegen. Keine Markierungen oder Wegspuren.

Der Fronalpstock ist ein 2124 m hoher Berg im Kanton Glarus östlich von Netstal. Diesen Gipfel nennen die Einheimischen auch Jelmoli-Berg, wegen seiner Popularität bei den Zürchern. Er nimmt eine besondere Stellung ein und zwar wegen seiner phantastischen Aussichtslage dicht über dem Linthal und thront als hübsch anzuschauender pyramidenförmiger Felsaufbau über der Fronalp. Mann erkennt diesen Markanten und formschönen Gipel schon von Norden kommend, ab linthebene (Schänis/Niederurnen) und begreift sofort seine aussergewöhnliche Position.
Im Winter mit Ski, kann er nicht bestiegen werden, er ist ein Sommerberg denn man auf verschiedenen Routen besteigen kann.

Tourenfotos November 2005

Leiststock, Schijenstock, Fronalpstock
vom Nüenchamm

Nüenchamm und Gratweg
vom Leiststock

Schijenstock und Gratroute
vom Leiststock

Schijenstock
vom Fedensattel (P.1703)

Leiststock vom
Fedensattel (P.1703)

Fronalpstock und Gratroute
vom Schijenstock

Nüenchamm, Leiststock und Gratroute
vom Schijenstock

Fedensattel (P.1703)
vom Schijenstock

Mittagstöckli von etwa
Fronalpscharte (P.1778)

Schijenstock und Mittagstöckli
von etwa Fronalpscharte (P.1778)

Fronalpstock - Nordostgrat
von Fronalpscharte (P.1778)

Schijenstock und Mittagstöckli
vom Fronalpstock - Nordostgrat

Gratroute vom
Fronalpstock

Mürtschenstock vom
Fronalpstock

Fronalpstock und Südostgrat
von Zelsegg

Fronalpstock und Fronalppass
von Platten (P.1861)

Aufstieg: Vom Scheideweg beim Talsee zur Bergstation Stafel (P.1282). Auf markiertem Weg über Stäfeli und Punkt 1704 auf das Gipfelplateau des Nüenchamms.
Auf der Wegspur,die meistens dem Grat folgt, auf den Gipfel des Leiststocks.
Weiter dem Grat folgen, zuerst in die Westflanke, später in die Ostflanke ausweichend zum Fedensattel (P.1703) absteigen. Weiter Richtung Schijenstock halten, auf die Ostseite queren. Unter den Gratfelsen auf Schafwegen in die grosse Mulde nördlich des Schijenstocks leicht aufsteigend queren. Nun gegen den Nordostgrat, über den der Gipfel erreicht wird.
Über den schmalen und teilweise etwas luftigen Grat zum Mittagstöckli.
Hier über die steile, grasbewachsene Südostflanke zur Fronalpscharte (P.1778) absteigen. Vom Fronalpstock über den Nordostgrat bis zu einem hohen, senkrechten Abbruch. Dieser wird auf der Ostflanke umgangen. Eine kleine Rinne führt in die Einsattelung oberhalb des Absturzes. Nun auf dem Grat weiter, zwei Gendarmen überklettern. Später in die steilen Grashänge der Nordwand einbiegen, aber wieder auf den Grat zurück und zuletzt exponiert, auf die Schulter des Gipfels. Über diese zum Gipfelkopf und hier, etwas auf die Ostseite ausweichend, über gut abgestufte Graspolster zum Gipfel des Fronalpstock.

Abstieg: Dem Weg folgen zum Kamin (mit Ketten gesichert) und über den Südostgrat absteigen zum Fronalppass. (Dies ist die eigentliche Aufstiegsroute) Über Platten (P.1861) und P.1975 zur Mürtschenfurggel (P.1840). Dem Wanderweg folgen über Hummel, Rostannen, Helloch und Talgäden zurück zum Ausgangspunkt der Tour.

Bei Fedensattel (P.1703), Fronalpstockscharte (P.1778) oder Fronalppass (P.1861) kann die Tour abgekürzt werden.

Zum Mürtschenfurggel sind es rund 1800 Höhenmeter und etwa 10 bis 11 Std. für die Rundtour.
SAC-Schwierigkeitsgrat: ZS = ziemlich schwierig.

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