Märcher Stöckli (2382 m) und Glatten (2505 m) liegen im Kanton Uri.
Landeskarten der Schweiz 1:25 000 Nr. 1192 Schächental und Nr. 1193 Tödi.

Swisstopo-Landeskarten - Schweizerische Eidgenossenschaft.
Das Schächental ist ein Seitental der Reuss im Kanton Uri. Seinen Namen verdankt es dem Schächen, der die Schmelzwasser der umliegenden Berge aufnimmt und sie zur Reuss und damit in den Vierwaldstättersee transportiert. Das Tal gehört zu den grössten Klettergebieten im Urnerland. Die ganze Felsformation auf der Nordseite mit ihrem rauen, zerklüfteten Kalk zieht sich vom Hagelstock über Gamperstock - Schächentaler Windgällen bis zum Märcher Stöckli. Die ganze Kette ist mehr oder weniger verbunden und trotzdem bietet jeder Felskopf interessante Routen. Die Lage der Kette, die Besonnung der Routen, die Felsqualität und der leichte Zugang von der Klausenpass-Strasse aus machen diese Kette zu einem Kletterparadies.

Märcher Stöckli, das imposante Bollwerk direkt im Norden des Klausenpasses, ist der südlichste Ausläufer des Glattens. Markant türmt sich der Felskopf aus dieser Felsformation auf. Um einen idealen Ausblick über den einige hundert Meter tieferen Klausenpass und die Bergkette Gross Schärhorn - Clariden - Bocktschingel - Gemsfairenstock, oder nach Westen über Schächental ins Urnerland und nach Osten über den Urner Boden ins Glarnerland zu haben, sollte man diesen Gipfel besuchen.

Das Kalk-Hochplateau des Glatten und der Mären ist über zwei Quadratkilometer gross mit mehreren Erhebungen. Es bietet die wohl schönste Aussicht des Gebiets, doch wegen seines eher zurückversetzten Standorts werden die Erhebungen (ausser dem Hauptgipfel Glatten, P.2505) eher selten besucht. Der Glatten wird vor allem im Winter viel besucht und stellt dann ein grossartiges Skitourenziel dar. An schönen Wochenenden ist man dann selten allein. Der Glatten bildet eine Trennwand zwischen dem oberen Schächental und dem hinteren Bisistal. Dazu bildet er mit seinem langgezogenen Karrenrücken eine unscheinbare Erhebung. Ein herrliches Panorama zeigt sich vom Gipfel (P.2505). Vom Tödi bis zum Schreckhorn liegen die Berge zum Greifen nah. Glatten bedeutet eigentlich wertvolles Nutzland, gute Weiden. Vermutlich bezieht sich der Name auf das flache Gipfelplateau.

Die ganze Kette, diese Gipfel bieten Aussichten und Ruhe, von denen man beim Überschreiten am besten profitiert. Neben der Tatsache, dass sie für den erfahrenen Alpinisten nicht allzu schwierig ist, erlauben sie eine ungetrübte Sicht auf die eleganten Nachbars-Gipfel.

Tourenfotos August 2011

Märcher Stöckli im Aufstieg
nach Stellinossen

Aufstieg zum
Märcher Stöckli

Aufstieg
Kaminroute

Aufstieg
Kaminroute

Aufstieg
Kaminroute

Horizontales Plattenband
nach den Kaminwänden

Hochplateau des Glatten
von etwa Erst Chälen

Glatten P.2504
von etwa P.2490

Märcher Stöckli P.2420
vom Hochplateau des Glatten
Schächentaler Windgällen
von etwa P.2437

Westgrat
bei etwa P.2943

Westgrat
bei etwa P.2943

Westgrat
bei etwa P.2943

Abstieg von P.2343
zum Balmer Grätli

Abstieg von P.2343
zum Balmer Grätli

Hotel Klausen und Passhöhe
vom Balmer Grätli

Aufstieg: Vom Klausenpass auf ausgetretenen Pfaden hinauf nach Stellinossen unter die Gipfelwand des Märcher Stöcklis. Unter der Wand teilt sich der Weg. Die Route nach links führt durch den Kamin, über Felsstufen und Schuttbänder durch Kaminwände hoch bis zum horizontalen Plattenband, das zum Gipfelplateau führt. Die Normalroute sieht den Weg östlich über ein horizontales, schuttbedecktes Felsband hinüber in die Erst Chällen. Der Weg vom Märcher Stöckli bis zum Glatten ist zwar nicht auf der Karte eingetragen, jedoch nicht zu verfehlen, denn unzählige Steinmänner weisen den Weg zum Unscheinbaren Gipfel (P.2505)

Abstieg: Entweder auf der Normalroute zurück zum Klausenpass, oder zum höchsten Punkt des Märcher Stöcklis (2420 m). Nun dem Westgrat folgen, auf der Gratkante oder auf die Nordseite ausweichen über P.2437 — P.2343 — P.2341 — P.2343 bis zum Balmer Grätli (2218 m). Vom Grätli auf dem markiertem Bergweg zum Hotel Klausen-Passhöhe westlich der Passhöhe.

Zum Glatten sind es rund 500 Höhenmeter und etwa 2,5 Std.
Für die Rundtour sind es etwa 6 Std.
SAC-Schwierigkeitsgrad: T6 = Schwieriges Alpinwandern (Normalroute T4).
Klettern: II — III = mässige bis mittlere Schwierigkeiten.

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