Grisset (2723 m) und Pfannenstock (2572,7 m)
liegen im Kanton Schwyz.
Landeskarten der Schweiz 1:25 000 Nr. 1173 Linthal.

Swisstopo-Landeskarten - Schweizerische Eidgenossenschaft.
Spricht man vom Glärnisch, denkt man zuerst an das Vrenelisgärtli mit seinen vielen Sagen und Gipfelbesucher. Das Vrenelisgärtli entsendet in südwestlicher Richtung einen beeindruckenden Grat an dessen Ende ein eher unbekanntes, aber ansprechendes und verlockendes Gipfelziel liegt.
Der Grisset (auch Guet Fulen genannt) ist der letzte Gipfel des langen Südwestgrates der beim Vorderglärnisch beginnt und sich über die Gipfel Vrenelisgärtli – Bächistock – Rad – Bösbächistock und Bös Fulen erstreckt.
Der Grisset ist alles andere als ein Wanderziel, trotz eines ausgedehnten Netzes an Wanderwegen in seiner näheren Umgebung.
So unnahbar sich die Grisset Nordostflanke präsentiert, so lässt die Südostflanke berechtige Hoffnung aufkommen diesen Gipfel zu besuchen. Geröll taugliche Berggänger werden an dieser Südostflanke auf nicht allzu grosse Hindernisse treffen. Bis weit hinauf reichen die Schutthalden an diesem Gipfel und Markierungen sind keine vorhanden, auf den im Sommer nicht besonders häufig aufgesuchten Nachbarn des höchsten Schwyzerberg, des Bös Fulen.
Dieser Gipfel ist auf vielen mögliche Routen zu erreichen: Aus dem Glarnerland über Braunwald - Gumen - Bützi und Erigsmatt, von der Klöntalerseite über Chäseren – Wäberen – Dräckloch und Brunalpelihöchi, vom Bisistal über die Glattalp – Grossbodenkreuz - Charetalphüttli und Erigsmatt. Bei der zusätzlichen Überschreitung des Pannenstock, vom Pragelpass über Biet – Alpeli Schattgaden – Silberenflue – Büchel und Brunalpelihöchi. Längere und einsamere, aber durchaus lohnende Bergtour in einer Eindrücklichen Umgebung.

Der Pfannenstock gehört zur Ortstockgruppe und flankiert das Rätschtal auf dessen Südostseite. Diese umfasst weite Wandergebiete sowie leicht zu besteigende und doch lohnende Berggipfel wie dem Pfannenstock. Diese markante, an eine umgedrehte Pfanne erinnernde Erhebung über dem ausgedehnten Karrengelände der Charetalp bildet eines der beliebtesten Ziele im Einzugsgebiet der Muota. Doch der Pfannenstock ist einer der abgelegensten Berge der Zentralschweizer Voralpen. Die Anstiege sind alle sehr lang und verlangen einen weiten Anmarsch. Ein Isolierter Gipfel, der insbesonders bei nebligem Wetter vom Berggänger ein gutes Orientierungsvermögen verlangt.
Ist der Gipfel einmal erreicht, bietet sich ein in jeder Hinsicht überwältigendes Panorama, vor allem der Blick auf Ortstock, Höchturm und natürlich den nahen Bös Fulen.

Tourenfotos September 2020

Alpstrasse vom Pragelpass
nach Biet

Alpstrasse vom Alpeli
nach Hüttlisgütsch

Alpstrasse vom Hüttlisgütsch
nach P.1808

Alp Längboden — Brunalpeli Tal
von etwa Silberenflue

Aufstieg durch das
Brunalpeli Tal

Grissetenchranz — Grisset
von etwa P.2255

Grisset von etwa
Grissetenchranz

Grisset vom
Südgrat

Bös Fulen vom
Grisset

Pfannenstock vom
Grisset

Charetalp — Flätstock — Ortstock — Höch Turmk — Jegerstöck — Signalstock
vom Grisset

Gross Chilchberg — Roten Eggen
Brunalpelihöchi vom Grissett

Pfannenstock von etwa
P.2255

Roten Eggen P.2210 — Grüenen Blätz — Pfannenstock Südgrat
von etwa Brunalpelihöchi

Pfannenstock und Südgrat von etwa
Grünen Blätz

Couloir und Südgrat
am Pfannenstockt

Pfannenstock vom
Südgrat

Pfannenstock vom
Südgrat

Gipfelkreuz am
Pfannenstock

Bös Fulen — Grisset
vom

Chratzerengrat im Abstieg
vom Pfannenstock

Pfannenstock von etwa
P.2315

Pfannenstock vom
Chratzerenfurggeli

Abstieg Chratzerenfurggeli
nach Torstöckli

Torstöckli mit
Alpwirtschaft Tor

Höch Hund — Mieserenstock
von etwa P.1795

Pragelpass von etwa
Chalberloch

Aufstieg: Beim Pragelpass beginnt die Alpstrasse die über Biet P.1731 — Alpeli P.1752 — Schattgaden P.1892 — Vorder- Silberenalp – Silberenflue und zur Dräckloch Alp P.1770 führt.
Hier beginnt der rot-weiss markierte Wanderweg der zum Wegweiser nördlich von Brunalpelihöchi P.2140 hinauf führt.
Nun trennt sich der Wanderweg: rechts Richtung Charetalphüttli zur Glattalp oder links Richtung Ergismatt nach Braunwald.
Einige Höhenmeter dem Weg Richtung Braunwald folgen, um kurze Zeit später Richtung Südwestgrat auf zu steigen. Im unteren Teil des Grates eher südseitig im oberen Teil auf dem Grat bis unter den Gipfelaufbau folgen (Teilweise schwache Wegspuren).
In die Südost-Flanke ausweichen je weiter östlich man sich hält, um so einfacher wird es den Gipfel zu erreichen. Bis etwa östlich unter dem Gipfelkreuz des Grisset traversieren, um anschliessend direkt zum Gipfel auf zusteigen. Das schrofe Gelände ist schuttig und nicht alles ist so stabil wie es aussieht.

Abstieg: Etwa auf der Aufstiegsroute zurück zur Brunalpelihöchi.

Aufstieg: Weiter in östlicher Richtung zu etwa P.2225 an der Südostflanke des Pfannenstocks.
Von hier zieht man direkt nach Norden und erreicht ein durch die Südostflanke des Berges bis nahe unter den Gipfel führendes Gras- und Geröllband.
Am Ende des Bandes durch ein Geröllband horizontal hoch, an dessen ende aus in kurzer Kletterei durch einen Kamin der Südgrat erreicht wird. Wer an der Schlüsselstelle unterhalb des Kamin hängen bleibt, kann über eine einfachere Variante aufsteigen. Etwa im oberen Teil des horizontalen Geröllbandes zum Kamin, in einem grossen links Bogen wird der Südgrat ein paar Höhenmeter tiefer erreicht. Anschliessend dem Grat und Teils Pfadspuren folgen zum höchsten Punkt des Pfannenstocks.

Abstieg: Vom Pfannenstock folgt man dem rot-weiss markierten Bergweg zum Chratzerenfurggeli (P.2141). Weiter dem nun ausgeschilderten Bergweg über Hinderist Nollen — Vordrist Nollen zum Torloch mit Alpwirtschaft. Anschliessend am Torstöckli (P.1702) — P.1795 — Obrist Hütten (P.1724) vorbei zurück zum Pragelpass.

Zum Grisset sind es rund 1400 Höhenmeter und etwa 6 bis 6½ Std.
Pfannenstock sind es rund 450 Höhenmeter und etwa 2½ bis 3 Std.
SAC-Schwierigkeitsgrad: T5 = Anspruchvolles Alpinwandern.

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