Fuggstock (2371 m), Gulderstock (2520 m), Gulderturm (2520 m),
Guldergrat (2352 m), Teufgrätli (2283 m), Gipsgrat (2412 m) und Wissmilen (2483 m)
liegen im Kanton Glarus.
Landeskarten der Schweiz 1:25 000 Nr. 1154 Spitzmeilen und Nr. 1174 Elm

Swisstopo-Landeskarten - Schweizerische Eidgenossenschaft.
Klar, bei Glarner Alpen denkt jeder sofort an den Tödi. Doch nicht jeder geht gern bis an die Grenzen, und die Möglichkeiten sind ebenso vielfältig wie aussergewöhnlich in den Glarner Alpen.

Die Weissenberge gelten als Sonnenterrasse des Sernftals. Der Südhang oberhalb Matt erstreckt sich von der Bergstation (1266 m) bis zum Gulderstock, dem höchsten Punkt mit 2511 m. Zwischen Matt und den Weissenberge verkehrt eine Gondelbahn. Ihre Höhendifferenz von 400 Metern ist allerdings bescheiden. Benannt ist das Sernftal (von den Einheimischen auch Chlytal genannt) nach der Sernf, dem 18 km langen Nebenfluss der Linth. Im Sernftal liegen die Gemeinden Engi, Matt und Elm. Der Schiefer, eine Gesteinsart, hat in der Vergangenheit das Tal geprägt. Doch das ''schwarze Gold'' des Sernftals hat der Gemeinde Elm auch sehr viel Leid gebracht. Der Bergsturz von 1881, verursacht durch unsachgemässen Schieferabbau, begrub 114 Menschen unter sich.
Die Grate und Rücken zwischen den Tälern sind vielfach leicht zu begehen und können auf einer ganzen Reihe von Furggelen und Pässen überschritten werden. Eine Gratüberschreitung mit besonderem Reiz und keineswegs eine Zeitverschwendung bietet jedoch der Grat oberhalb Weissenberge.
Er beginnt im Südosten beim Fuggstock und steigt in nordwestlicher Richtung zum Gulderstock mit seinem markanten Turm an. Der südwestliche Ausläufer des Gulderstocks fällt über P.2246 und das Sunnenhörnli (P.2165) nach Engi ab. Vom Gulderstock läuft der lange Guldergrat über Teufgrätli und den Gipsgrat zu Wissmilen.

Fuggstock: markanter Abschluss des Grates Spitzmeilen — Gulderstock. Über die Märenegg bis weit hinauf guter Weg. Grosszügiges Gipfelplateau. Auf diesem Gipfel wartet eine einmalige Aussicht.

Gulderstock und Gulderturm sind Doppelgipfel. Der einfach zu besteigende nördliche Gipfel heisst Gulderstock, der auffällige südliche und selten bestiegene Gulderturm. Der Gulderstock ist auch die höchste Erhebung der vom Wissmilen (Spitzmeilengruppe) nach Südwesten vorgeschobenen Kette zwischen Sernftal, Mühlebachtal und Chrauchtal. Er bietet eine schöne Aussicht ins Sernftal.

Guldergrat — Teufgrätli — Gipsgrat: Grosszügige, lohnende, abwechslungsreiche und einsame Gratüberschreitung. Dank gut gestuftem Verrucano meist einfach gut zu begehen.
Auffällig ist der Wechsel der Gesteinsarten. Der Gipfelaufbau des Gulderstocks besteht aus bräunlichem, sandigem Kalk. Nach wenigen Schritten beginnt plattiger Verrucano, dessen Farbe hier ständig zwischen rot, violett und grünlich wechselt. Am Anfang des Gipsgrates kommt eine Schicht blendend weissen Kreidekalks und dann die hellgraue Rauwacke, die den Gipsgrat und den Gipfel des Wissmilen bildet.

Wissmilen: von allen Seiten leicht erreichbarer Gipfel, bei welchem die Grate vom Magerrain, vom Spitzmeilen und des Gipsgrat vom Gulderstock zusammentreffen. Der Wissmilen wird in der Regel vom Maschgenkamm her besucht.

Tourenfotos Juli 2011

Fuggstock von etwa
Märenegg

Fuggstock von etwa
P.2179

Gulderstock und Gulderturm
vom Fuggstock

Fuggstock von etwa
Fuggfurggle

Gulderstock und Gulderturm
von etwa P.2394

Gulderstock und Gulderturm
von etwa P.2481

Gulderstock
Im Aufstieg Gulderturm

Gulderstock vom
Gulderturm

Gulderturm vom
Guldersock

Guldergrat und Wissmilen
vom Gulderstock

Gulderstock von etwa
P.2317

Teufgrätli und Gipsgrat
von etwa P.2317

Gulderstock und Gulderturm
von Chärpftor (P.2645)

Gulderstock und Gulderturm
vom Wissmilen

Magerrain
vom Wissmilen

Aufstieg: Von der Bergstation der Gondelbahn über Fitterenstäfeli (P.1756) — Ober Stafel (P.1840) — nach Märenegg und über den Südostgrat zum Gipfel des Fuggstocks.Abstieg: Über den Nordwestgrat zur Fuggfurggle (T5). Nun immer auf der Grathöhe bleiben, teils auf die Sernftal- oder Chrauchtalseite ausweichen über P.2394 - P.2481 zum Gulderstock.
Bei einigen Felsabsätzen auf die Müllibachseite ausweichen, sonst immer auf der Grathöhe bleiben über P.2352 — P.2321 — P.2317 (Guldergrat) — P.2272) Teufgrätli) — P.2342 — P.2370 — P.2412 (Gipsgrat) zur Wissmilen.

Abstieg: Auf dem markierten Wanderweg vorbei an der Alp Mülibach-Oberstafel und durch das Müllibachtal nach Engi.

Zum Wissmilen sind es rund 1500 Höhenmeter und etwa 6,5 bis 7 Std.
und rund 10 bis 10,5 Std. für die Rundtour
SAC Schwierigkeitsgrad: T4 = Alpinwandern (Nordwestgrat Fuggstock T5)

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