Kärpf (2794 m), Chli Kärpf (2700 m), Schwarz Tschingel (2426 m),
Hinter Blistock (2446 m), Mittler Blistock (2447 m) und Vorder Blistock (2405 m)
liegen im Kanton Glarus.
Landeskarten der Schweiz 1:25 000 Nr. 1174 Elm.

Swisstopo-Landeskarten - Schweizerische Eidgenossenschaft.
Zwischen den Glarner Tälern der Sernft und der Linth erstreckt sich weit und sanft abgestuft das wohl älteste Wildschutzreservat Europas, " Freiberg Kärpf ". Bereits im Jahr 1548 legte der Glarner Rat den Grundstein zum heutigen Wildschutzgebiet, so dass die Tiere vor menschlicher Verfolgung geschützt sind. Der Hauptgrund für den Antrag, den damals Landammann Joachim Bäldli stellte, war das Bevölkerungswachstum und insbesondere das starke Aufkommen der Feuerwaffen in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Steinbock, Hirsch, Reh, Bär und Luchs waren durch die intensive Jagd bald ausgerottet, und nur das Gamswild konnte in kleinen Rudeln überleben.
Im 106 Quadratkilometer grossen Wildschutzgebiet um den Kärpf leben heute wieder Steinböcke, Gämsen, Hirsche, Rehe, Birkhühner, Steinadler und viele andere Tiere in gesunden, kräftigen Populationen.

Die Klassiker im hinteren Glarnerland sind sicher die beiden Brüder Kärpf mit ihrer wunderbaren Aussicht: zur einen Seite Sardona, Vorab und Hausstock, zur anderen Tödi und Clariden sowie der Beinahe-Dreitausender Glärnisch. Nur über das Sernfttal hinweg und im Einschnitt des Linthtals drängen die Voralpen ins Blickfeld.
Bergsteiger von weither kommen ins Gebiet Freiberg Kärpf, um den als Kalkklippe mächtig aufragenden Kärpf zu besteigen.
Viele Gipfel im Freiberg Kärpf sind auf den üblichen Zustiegen garantiert keine Geheimtipps mehr. Doch wer die Gipfel vom Vorder Blistock bis zum Kärpf zu einer Rundtour verbindet, der erlebt viele einsame Momente in einer aussergewöhnlichen und schönen Gebirgslandschaft. Über weite Strecken des Kärpfanstiegs zieht der Tödi mit seiner charakteristischen Eiskappe alle Blicke auf sich.

Die Blistöcke sind drei flache und einfach zu besteigende Kuppen zwischen Wildmadfurggeli und Schwarz Tschingel. Im Aufstieg zum Mittler Blistock gewinnt man zunehmend den Überblick über die verschiedenen Hügelzüge und Geländekammern der Glarner Freiberge.

Der Schwarz Tschingel ist eine recht markante Berggestalt im Zentral gelegenen Glarnerland. Kaum zu glauben ist, dass dieser unzugänglich scheinende Gipfel von der Nordseite her so einfach erwandert werden kann.

Tourenfotos September 2009

Bergligrat und Wildmadfurggeli
vom Vorder Blistock

Mittler Blistock
vom Vorder Blistock

Hinter Blistock
vom Mittler Blistock

Schwarz Tschingel im
Abstieg vom Hinter Blistock

Schwarz Tschingel
von Wildmad (P.2234)

Chli Kärpf und Kärpf
vom Schwarz Tschingel

Aufstieg über den Nordostgrat
zum Chli Kärpf

Aufstieg über den Nordostgrat
zum Chli Kärpf

Schwarz Tschingel
vom Chli Kärpf

Kärpf
vom Chli Kärpf

Chli Kärpf
von etwa P.2612

Aufstieg von P.2612
zum Kärpf

Hausstock vom Kärpf

Abstieg vom Kärpf zum
Chärpftor (P.2645)

Aufstieg zum
Chärpftor (P.2645)

Milchspüeler und Leglerhütte
vom Chärpftor

Abstieg vom
Chärpftor

Chärpftor (P.2645)
von etwa P.2485

Chärpftor (P.2645)
von der Leglerhütte

Aufstieg: Vom Stausee Garichti (1629 m) auf markiertem Bergweg über Vorder-Matt zum Wildmadfurggeli (2294 m). Nun über den flachen Nordgrat des Vorder-Blistock zum Gipfel (2405 m). Dem Grat folgen oder auf die Sernftalseite ausweichend über Mittler Blistock — Hinter Blistock und P.2234 bis zu P.2301. Hier in südwestlicher Richtung dem Grat folgen bis an den Fuss des Schwarz Tschingel. Nun nach links auf die Sernftalseite ausweichen, um durch einen Kamin den Südostgrat zu erreichen, über den der Gipfel (2425 m) erreicht wird.

Abstieg: zur Lücke zwischen Schwarz Tschingel und Chli Chärpf (P.2341).

Aufstieg: Dem Nordostgrat des Chli Chärpf folgen, bis er in der Flanke des Ostgrats in einer Mulde ausläuft. Hier links über plattige und schuttbedeckte Bänder zum Ostgrat. Anschliessend über die Mulde auf der Sernftalseite des Chli Chärpf und in nördlicher Richtung über einige Absätze zum Gipfel (2700 m).

Abstieg: zur Chärpfscharte (P.2946). Nun auf der Sernftalseite in südöstlicher Richtung etwas absteigen und auf Schutbändern in südlicher Richtung zu P.2612. Daraufhin über die grosse Schutthalte aufwärts steigen an ihr oberes Ende. Hier nach linkshalten und durch einen kurzen Kamin auf den Südgrat. Weiter durch die Südflanke, über Blöcke und Platten zum Gipfel.

Abstieg: Über die Südflanke zum Fuss des Gipfelaufschwungs. Dann nach rechts (nach Westen) Richtung Chärpftor (P.2645). Kurzer Aufstieg zum Chärpftor und über steile Schutthänge den teilweise sichtbaren Wegspuren folgen zur Leglerhütte. Von der Hütte auf markiertem Bergweg zurück zum Stausee Garichti.

Zum Gross Kärpf sind es rund 1700 Höhenmeter und etwa 5,5 bis 6 Std.
und rund 10 bis 10,5 Std. für die Rundtour
SAC Schwierigkeitsgrad: T5 = Anspruchsvolles Alpinwandern / WS = wenig schwierig.

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