Leist (2222 m), Rainissalts (2242 m), Gulmen (2317 m), Erdisgulmen (2293 m),
Magerrain (2523 m), Wissmilen (2483 m) und Spitzmeilen (2501 m)
liegen in den Kantonen Glarus und St. Gallen.
Landeskarten der Schweiz 1:25 000 Nr. 1154 Spitzmeilen.

Swisstopo-Landeskarten - Schweizerische Eidgenossenschaft.

Das zentrale Gebiet der Flumserberge in der Ferienregion Heidiland, das mit Bergbahnen und Skiliften gut erschlossen wurde, ist ein bekanntes Wintersport- und vielseitiges Wandergebiet. Ein dichtes Netz von Wander- und Bikerwegen durchzieht die Region. Bike Trails in verschiedenen Schwierigkeitsgraden, Blue Salamander (blau), Red Fox (rot), Red Rock (rot) sind hier vorhanden. Für anspruchsvolle Wanderer ist die 7 Gipfel Gratwanderung eine aussichtsreiche, begleitet von imposanten Ausblicken, aber ungefährliche Wanderung. Jeder Gipfel ist mit einem roten Symbol im Gelände speziell gekennzeichnet. Bei der Bergstation Maschgenkamm beginnt die Gipfeltour und führt über den Ziger, Leist, Rainissalts, Gulmen, Cuncels, Chli Güslen, Gross Güslen nach Tannenboden.

Die Spitzmeilengruppe im Gebiet der Flumserberge mit ihrer Begrenzung: Engi – Wildsteiner Furggel – Murgtal – Walensee - Seeztal – Mels Weisstannental – Foopass – Elm und Engi bietet aber auch dem Anspruchsvolleren Berggänger eine breite Erlebnispalette, aus der sich für jeden Anspruch eine abwechslungsreiche Tour zusammen stellen lässt.

Die Gipfel Leist, Rainissalts, Gulmen und Erdisgulmen liegen im Nord nach Süden verlaufenden Grat, der bei Gross Güslen beginnt und am Magerrain endet.

Der Magerrain ist der höchste Gipfel der Spitzmeilengruppe. Der Gipfel hat drei markante Grate. Nach Norden, Südosten und Westen, über die letzteren beiden verläuft die Kantonsgrenze Glarus und St. Gallen. Nach Nordosten zeigt der Berg eine felsige, steile Flanke, die Südwand fällt auf den ersten Metern nahezu senkrecht ab. Nur von Nordwesten wirkt der Berg weniger abweisend, und diese Seite bietet auch die einzige leichtere Anstiegsmöglichkeit zu seinem Gipfelkreuz. Obwohl der Magerrain einige Meter höher ist als sein Nachbar die Spitzmeilen, wird diesem weniger Beachtung geschenkt.

Die Wissmilen liegt auf der Kantonsgrenze Glarus und St. Gallen. Der Berg befindet sich in direkter Nachbarschaft des wenig höheren Spitzmeilen. An seinem Gipfel treffen die Grate vom Magerrain (Hüenderplänggli) von der Spitzmeilen und der Gipsgrat vom Gulderstock zusammen. Im Winter ist der Wissmilen beliebtes Skitouren Ziel.

Auch die Spitzmeilen liegt auf der Kantonsgrenze Glarus und St. Gallen. Der Gipfel ist bekannt für seine markante Form, der eigentliche Gipfelstock ragt als steiler Felszahn aus der darunter liegenden Hochebene. Die Schlüsselstelle bei der Besteigung dieses Felszahn ist die steile Rinne (Couloir) auf der Ostseite. Bei guter Fernsicht bietet die Spitzmeilen ein eindrückliches Panorama in Richtung Süden. Da stehen der Piz Segnas, mit dem Tödi der höchste Glarner, Clariden und Glärnisch. Bei Top-Verhältnissen zeigt sich sogar das Lauteraarhorn und das Schreckhorn.
Die drei Gipfel Magerrain, Wissmilen und Spitzmeilen liegen am nördlichen Rand des Tektonikarena Sardona.

Die Spitzmeilenhütte liegt im oberen Schilstal am Rand des Mad-Plateaus unweit des namengebenden Berg Spitzmeilen. 1903 wurde eine erste Berghütte aus Holz errichtet. In der Folge wurde die Hütte mehrfach umgebaut und erweitert. 2007 wurde die alte Hütte abgerissen. Der neue Kubusbau besteht aus Holz und bietet 44 Schlafplätze.

Tourenfotos Juli 2017

Spitzmeilen — Wissmilen — Magerrain
vom Maschgenkamm

Leist 2222 m von etwa
Zigerfurgglen

Spitzmeilen — Wissmilen — Magerrain — Erdisgulmen — Gulmen — Rainissals
vom Leist

Rainissals von etwa
Spitzmantel

Mütschüelergulmen 2317 m
von Rainissals

Magerrain — Erdisgulmen
vom Gulmen

Erdisgulmen von etwa
Hoch Camatsch

Magerrain — Erdisgulmen
von etwa P.2285

Magerrain von
Erdisgulmen

Türli, zur tiefen Längsspalte
mit Drahtseilen versehen

Abstieg vom Türli - Längsspalte
mit Drahtseilen versehen

Querung unter den
Felstürmen des Magerrain

Magerrain von etwa
2400 m

Maschgenkamm — Leist — Rainissalts — Mütschüelergulmen — Alp Fursch
vom Magerrain

Wissmilen — Spitzmeilen
vom Magerrain

Vor Erdistelli P.2279 Abstieg
Hangetenböden

Querung unter dem Westgrat
des Magerrain — Hüenderplangge

Wissmilen von etwa
Hangetenböden P.2156

Wissmilenpass — Wissmilen
von etwa P.2231

Wissmilenpass — Wissmilen
von etwa 2300 m

Wissmilen vom
Wissmilenpass P.2416

Magerrain — Wissmilenpass
vom Wissmilen

Spitzmeilen vom
Wissmilen

Wissmilen — Magerrain
vom Spitzmeilen

Gipfelkreuz
Spitzmeilen

Schönegg-grat
zur Spitzmeilenhütte

Spitzmeilen — Wissmilen
von Spitzmeilenhütte

Alp Fursch — Panüöl
von etwa P.2068

Aufstieg: Ausgangspunkt der Tour ist die Bergstation Maschgenkamm. Dem markierten 7 Gipfel Gratweg folgen über den Ziger P.2073, Zigerfurgglen P.1997, Leist P.2222, Rainissalts P.2241, Mütschüelergulmen P.2315. Bis zum Hoch Camatsch P2236. Nun dem Wanderweg Flumserberge - Murgseen folgen bis Erdisgulmen P.2291. Den markierten Weg verlassen und auf den Pfadspuren Richtung Felsspalte vor dem Türli. Die Spalte und der nachfolgende Abstieg nach Türlihalden ist mit Drahtseilen und Seilen gesichert. Querung unter den Felstürmen des Magerrain und auf deutlichen Wegspuren (Steinmännchen) zur Nordwestflanke. Über die steile Grasrampe (im mittleren und oberen Abschnitt bis zu 45°), auf dem mit blauen Punkten markierten Pfadspuren zum Gipfel des Magerrain 2523 m.

Abstieg: Auf der Aufstiegsroute bis vor das Plateau bei P.2279. Nun in südlicher Richtung weglos über eine kurze steilere Scharte Richtung Hangetenböden P.2156. Weiter weglos an etwa P.2231 vorbei, um später den markierten Wanderweg zu erreichen, der von Mülibach-Oberstafel zum Wissmilenpass führt. Vom Pass auf dem Wanderweg zu Wissmilen. Weiter über Gipsgrat und die Spitzmeilen südlich umgehen. Auf dessen östlichen Seite befindet sich ein Couloir das zum Gipfel leitet.

Aufstieg: Der nun folgende Gipfelaufstieg klettert man über die steilen, ausgesetzten Felsen empor, die gut mit Ketten abgesichert sind.

Abstieg: Zurück durch das Couloir und anschliessend dem Wanderweg entlang zur Spitzmeilenhütte. Von der Hütte weiter zur Alp Fursch (mit einfacher Alpwirtschaft) und auf der Alpfahrstrasse nach Panüöl und Prodalp. Ab Panüöl folgt man weiter der Alpstrasse, die zur Prodalp führt, die von einem grossen Seilparkgerüst dominiert wird. Für den Abstieg zur Tannenbodenalp links (westlich) am Seilpark vorbei über den Crappawald und Madils zum Ausgangspunkt zurück.

Zum Spitzmeilen sind es rund 1100 Höhenmeter und etwa 9 Std. für die Rundtour.
SAC Schwierigkeitsgrad: T5= Anspruchsvolles Alpinwandern.

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