Piz Dolf (Trinserhorn 3028 m), Piz Segnas (3099 m), Piz Sardona (Surenstock 3056 m)
liegen in den Kantonen Glarus, St. Gallen und Graubünden.
Landeskarten der Schweiz 1:25 000 Nr. 1174 Elm und Nr. 1175 Vättis.

Swisstopo-Landeskarten - Schweizerische Eidgenossenschaft.

Die Glarner Alpen erstrecken sich über ein Gebiet zwischen dem Vorderrheintal im Süden und Osten sowie dem Walensee und dem Klausenpass im Norden. Sie umfassen auch 49 benannte Dreitausender so wie zahlreiche Gletscher und auch die drei Gipfel Piz Sardona (3055 m), Piz Segnas (3098 m) und der Piz Dolf (3028 m). Sie sind nicht die höchsten Glarner, aber die fehlende Höhe zum höchsten Gipfel, dem Tödi (3614 m), machen sie durch ihre landschaftliche Schönheit weg.

Der Piz Dolf zeigt sich vom Calfeisental her als imposanter Berggipfel und als östlicher Abschluss des Sardonamassivs. Doch im Aufstieg beginnt er eher trapezförmig zu wirken. Seine Westflanke ist eine schieferige Schutthalde. Die anderen drei Seiten werden von steil abfallenden Felswänden gebildet. Dank seiner vorgeschobenen Lage bietet er ein Panorama, das nach Westen nur durch den Piz Segnas und den Piz Sardona eingeschränkt wird.

Der Piz Sardona und der Piz Segnas gehören zur Segnas-Vorabgruppe, das einen gewaltigen Wall bildet zwischen Glarnerland (Elm) und Vorderrheintal (Flims) resp. Calfeisental (Vättis). Der Piz Segnas ist der höchste Gipfel der Gruppe, in der etwa drei Kilometer langen, von Nord nach Süd gerichteten Kette. Auf der St.Galler- und der Ostseite befinden sich, stark geschrumpft, Glatschiu di Sgnas und Sardonagletscher, auf der Glarner Seite das Sernftal. Die Verbindung vom Piz Segnas zum Piz Sardona bildet der teils breite, rücken artige Nordgrat, der rasch mehr und mehr in einen welligen Schuttrücken übergeht. Die Aussicht in dieser faszinierenden Gebirgslandschaft reicht von den Ortleralpen bis zu den Walliser Alpen. Der Piz Sardona bietet dank seiner idealen Stellung gegenüber dem etwas höheren Piz Segnas die bessere Fernsicht.

Tourenfotos Juli 2008

Piz Dolf-Piz Sardona
von Hinter Ebni

Aufstieg zum Piz Dolf
bei etwa 2850 m

P.2998 und Südwestrücken
vom Piz Dolf

Aufstieg zum Surenjoch
bei Schnee gut zu begehen

Piz Segnas von etwa
P.3089

Der teils breite rückenartige
Nordgrat zum Piz Segnas

Piz Sardona und Gratroute
vom Piz Segnas

Glarner und Bündner Vorab
vom Piz Segnas

Verbindungsgrat zum Piz Sardona
von etwa P.3070

Verbindungsgrat zum Piz Sardona
von etwa P.3039

Verbindungsgrat zum Piz Sardona
von etwa P.3013

Verbindungsgrat zum Piz Segnas
von etwa P.3013
Piz Dolf vom
Piz Sardona

Ostgrat mit roten Punkten
und Bohrhaken versehen

Aufstieg: Von der Sardonahütte SAC (2158 m) in südwestlicher Richtung über kupiertes Gelände und Rasen zu P.2334 (An der Abzweigung zur Trinser Furgga und am grossen Steinmann vorbei). Anschliessend in nordwestlicher Richtung über den steilen Moränenkamm, an P.2563 vorbei zum Gletscherende. Man quert leicht ansteigend den Sardonagletscher hinauf zum Sardonapass (P.2778). Jetzt weiter über den breiten Rücken und Schotter des Piz Dolf nach P.2998. Der 30 Meter höhere Hauptgipfel, wird über den Grat und teils in seiner Südwestflanke erreicht.

Abstieg: Auf der Aufstiegsroute zum Sardonapass (2778 m).

Aufstieg zum Piz Segnas: Vorerst über den sanften Firnrücken des Glatschiu dil Segnas zum Fuss des Steilhangs, der sich zum Surenjoch (P. 2946) hinaufzieht (Hier muss in der fortgeschrittenen Jahreszeit mit Blankeis und Spalten gerechnet werden). Über den Gletscherhang zum Joch. Vom Surenjoch auf Wegspuren über eine Schutthalde zum Vorgipfel (P.3039). Dem schwach ansteigendem Grat folgend zum Gipfel (Steinmann).
Weiter zum Piz Sardona: Den Wegspuren entlang, sich immer etwas westlich des Kamms haltend zurück zum Surenjoch (P.2946). Von hier manchmal oberhalb manchmal unterhalb der Firnflecken hindurch und über den sanft ansteigenden Verbindungsgrat zum grossen Gipfelkreuz des Piz Sardona (3055 m).

Abstieg: Zur Senke zwischen P.3001 und dem Gipfel. Über Firn zum Ostgrat (Einstieg ist nicht einfach zu finden). Der Abstieg über den Ostgrat ist mit roten Punkten markiert und an heiklen stellen mit Bohrhaken versehen. Den Sardonagletscher in Richtung P.2563 queren und auf der Aufstiegsroute zur Sardonahütte zurück.

Hütten: Sardonahütte SAC Telefon 081 306 13 88
Aufstieg: Vättis - Gigerwaldsee - St. Martin - Brennboden (3 Std. von St. Martin, 4 Std. vom Gigerwaldsee, 5 Std. von Vättis)

Zum Piz Sardona sind es rund 1300 Höhenmeter und etwa 5 bis 6 Std.
SAC Schwierigkeitsgrad: WS = wenig schwierig.

Startseite