Pizzo dell‘ Uomo (2663 m) liegt im Kanton Tessin.
Landeskarten der Schweiz der Schweiz 1:25 000 Nr. 1252 Ambri-Piotta.

Swisstopo-Landeskarten - Schweizerische Eidgenossenschaft.

Der Pizzo dell‘ Uomo liegt auf der südlichen Seite des 1915 m hohen Lukmanierpasses (italienisch Passo del Lucomagno) an der Grenze zwischen den Kantonen Tessin und Graubünden. Die Passstrasse führt von Disentis durch das Val Medel zur Passhöhe mit seiner seit 1967 neu erbauten Kapelle, die der heiligen Maria geweiht ist. Vom Pass gelangt man südwärts durch das Bleniotal nach Biasca. Der niedrigste transalpine Schweizerpass, der Lukmanier war im Mittelalter ein viel benutzter Übergang von Disentis in den Süden. Im Spätmittelalter galt der Lukmanierpass als wichtigste Nord-Süd-Verbindung der Schweiz, verlor diese Rolle im 13. Jahrhundert dann an Gotthard durch den Bau der Teufelsbrücke, der seit 1980 auch durch den Gotthard-Strassentunnel unterquert werden kann. In den 1960er Jahren entstand der Stausee Lai da Sontga Maria und das ins 14. Jahrhundert zurückreichende alte Hospitz Sontga Maria und die Kapelle Sontga Maria sind darin versunken.
Die Berge um den Lukmanierpass erreichen nicht die 4000 m Marke und sind daher weniger populär aber dafür weniger überlaufen. Wer sich in dieser Region aufhält, erkennt schnell, dass die Gipfelhöhe unbedeutend bleibt, angesichts der alpinen und landschaftlichen Reizen. Ausgangspunkt für den Piz Ganaretsch, den höchsten Berg im Ostteil der Gotthard Hochgebirgskette, die sich vom Nufenen- bis zum Lukmanierpass erstreckt, ist der Lukmanierpass.
Passwanderer finden hier rund um den Lukmanierpass ein reiches Betätigungsfeld vor: über den Passo dell‘ Uomo ins Val Piora — Val Cadlimo — Valle Santa Maria — Val di Campo oder zum Lago Retico.
Schaut man vom Pass nach Süden, fällt dort sogleich ein einzelstehender aber eher unscheinbarer Berg auf: der Pizzo dell‘ Uomo mit seien 2663 m. Er bietet ein schönes Gipfelpanorama und zum Lukmanierpass mit seinem Stausee, der sich gut in die herrliche Gebirgslandschaft einfügt. Dieser Gipfel kann mit einer sehr abwechslungsreichen Gratüberschreitung kombiniert werden. Eine leicht ausgesetzte Stelle ist zu passieren (T5). Insgesamt ist die Gratüberschreitung mit abwechslungsreichen Aussichten für trittsichere und ausdauernde Alpinwanderer gut zu machen. Natürlich wer hier ein einfaches Bergerlebnis sucht, liegt an diesem Berg auch richtig. Durch seine einfache Erreichbarkeit und sein einfaches Gelände und ohne grössere technische Schwierigkeiten, aber gute Verhältnisse vorausgesetzt, kann der Lukmanierpass vom Gipfel wieder auf seiner leichten Aufstiegsroute (T3) erreicht werden.

Tourenfotos September 2017

Pizzo dell‘ Uomo vom
Lukmanierpass

Pizzo dell‘ Uomo von etwa
P.2181

P.2551 und Pizzo dell‘ Uomo
von etwa P.2335

Grat von P.2551 zu P.2655
von etwa P.2415

Gratroute von P.2551 zu P.2655
von etwa P.2551

Gratroute von P.2551 zu P.2655
am Pizzo dell‘ Uomo

Gipfelkreuz am Pizzo dell‘ Uomo
2662 m

Nordgrat zum Lukmanierpass
von P.2662

Abstieg am Nordgrat
zu P.2585

Abstieg am Nordgrat
zu P.2585

P.2551 — P.2662 Gratroute
von P.2585

Lai da Sontga Maria
von P.2585

Abstiegsroute — Lai da Sontga Maria
von etwa P.2493

Aufstieg: Vom Lukmanierpass dem Wanderweg zur Alp Croce folgen. Etwa 100 m nach der Alp den Wanderweg verlassen und den gut sichtbaren Pfadspuren folgen. Über P.2014 — P.2181 — P.2335 erreicht man auf guten Bergpfadspuren die heute als privat benutzte alte Militärbaracke bei P.2415. Nun folgt man den vielen Steinmännchen zum Grat. Dem Grat entlang zu P.2551 (grosser Steinmann). Zurück und dem Grat folgen bis zu P.2655. Hier in nördlicher Richtung zum Gipfel des Pizzo dell‘ Uomo.

Abstieg: Für den Abstieg gibt es mehrere Möglichkeiten. Die anspruchsvollere Variante führt über den Nordgrat zu P.2585 (kurze Kletterstelle T5). Weiter weglos zu P.2262 und P.2104, wo man wieder die Aufstiegsroute erreicht. Über diese zurück zum Lukmanierpass.

Zum Pizzo dell‘ Uomo sind es rund 750 Höhenmeter und etwa 3,5 bis 4 Std.
und etwa 5 bis 5,5 Std. für die Rundtour
SAC-Schwierigkeitsgrad: T5 = Anspruchsvolles Alpinwandern.

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