Dreiländerspitze (3197 m) liegt im Kanton Graubünden.
Landeskarten der Schweiz 1:25 000 Nr. 1198 Silvretta.
Österreichische Karte 1:25 000 Nr.2101 West Gaschurn.

Swisstopo-Landeskarten - Schweizerische Eidgenossenschaft.

Die Dreiländerspitzgruppe liegt im Zentrum der Silvretta, einem Gebirge der zentralen Ostalpen. Die Gipfel mögen in anderen Gebieten höher und die Gletscher mächtiger sein als in der Silvretta, aber als Bergsteiger fühlt man sich hier in dieser Bergwelt sofort zuhause.
Die Dreiländerspitzgruppe reicht vom Vermuntpass (2797 m) im Westen bis zum Urezzasjoch (2906 m) im Osten. Die Dreiländerspitze ist mit seinen 3197 m der höchste Berg der Gruppe. Ihren Namen hat dieser spezielle Berg aufgrund seiner Lage als Grenzgipfel zwischen den beiden Bundesländern Tirol und Vorarlberg, sowie dem Kanton Graubünden in der Schweiz. Der Berggipfel im Nahbereich des Piz Buin ist ein lohnendes Ziel für Alpinisten. Er ist nicht ganz so hoch wie dieser und wurde früher auch nicht so oft besucht. Aufgrund seiner herausragender Stellung innerhalb des Gebietes und ihrer guten Erreichbarkeit von drei umliegenden Hütten (Wiesbadener-Jamtal und Tuoihütte), des vergleichsweisen einfachen Anstieges, wegen des Gletscherschwundes und der damit nicht mehr gegebenen Spaltengefahr auf dem Vermuntgletscher, ist die Dreiländerspitze dementsprechend ein beliebterer Aussichtsberg geworden.
Aber ganz egal, ob es darum geht auf welcher Route man diesen Gipfel besucht, der Ansturm hält sich trotzdem hier in erträglichen Grenzen im Vergleich zum benachbarten Piz Buin (3312 m). An diesem schönen Sommertag im August gehörte dieser Gipfel uns ganz alleine, was gibt es schöneres!

Über die Dreiländerspitze verläuft die Rhein-Donau-Wasserscheide für die Flüsse ILL und INN. Quellgebiet der ILL sind die Berggipfel in der Silvrettagruppe. Es liegt am Fusse von Dreiländerspitze, Piz Buin und Silvrettahorn. Drei Gletscher speisen mit ihren Abflüssen die junge ILL: Vermunt, Ochsentaler und Schneeglockengletscher. Als ILL- Ursprung wird der Abfluss des Ochsentaler Gletschers bezeichnet.

Die erste dokumentierte Besteigung der Dreiländerspitze führten am 14. Juli 1870 der deutsche Alpinist Theodor Petersen aus Frankfurt am Main zusammen mit dem Dorflehrer und einem Jungen aus Guarda aus. Theodor Petersen und seine beiden Gefährten waren aber 1870 nicht die Ersten auf dem Gipfel der Dreiländerspitze, sie fanden auf dem westlichen und niedrigeren eine sogenannte Signalstange vor, die anlässlich der Landvermessung in den Jahren um 1850 dort platziert worden war. Den östlichen, aber etwas höheren und stark zerklüfteten Gipfel der Dreiländerspitze erreichten im August 1882 C. Blezinger und C. Stedefeld aus Prag.

Dieser prächtige Aussichtsgipfel über den drei grossen Tälern bietet eine gewaltige Fernsicht zum Ortler im Süden, sowie zum Bernina mit Biancograt und Piz Palü im Südwesten und auf den Piz Buin und seine umliegenden Gipfel.

Tourenfotos August 2014

Klostertaler Egghorn und Schattenspitze
vom Silvretta-Stausee

Piz Buin und Ochsentaler Gletscher
vom Ochsental

Wiesbadener Hütte
vom Ochsental

Vermundpass und Piz Buin
von etwa 2500 m

Dreiländerspitze und Vermundgletscher
von etwa 2600 m

Dreiländerspitze und Vermundgletscher
von etwa 2700 m

Dreiländerspitze und Ob.Ochsenscharte
vom Vermundgletscher

Dreiländerspitze und Westgrat
vom Vermundgletscher

Dreiländerspitze
vom Westgrat

Dreiländerspitze
vom Westgrat

Messinplatte auf der
Dreiländerspitze

Piz Puin - Signalhorn - Silvrettahorn
von der Dreiländerspitze

Jamtalferner und Jamtal
von der Dreiländerspitze

Abstieg über den
Westgrat

Dreiländerspitze
vom Westgrat

Dreiländerspitze
vom Westgrat

Abstieg über den
Vermundgletsccher

Dreiländerspitze und Ob.Ochsenscharte
vom Vermundgletscher

Wiesbadener Hütte

Ochsental

Aufstieg: Von der Bielerhöhe auf dem Güterweg, auf der linken Seite des Silvrettasees unter dem Hohen Rad vorbei, ins Ochsental hinein bis zur Wiesbadener Hütte. Weiter führt der Weg von der Hütte auf linken Talseite bleibend aufwärts und erreicht leicht ansteigend den Vermuntgletscher. Über diesen steiler werdenden Gletscher aufwärts zur Schulter des Westgrates bei etwa 3100m.
Nun über den anspruchsvolleren Grat, im teils griffigem, kompakten Fels zum Vorgipfel. Weiter über die ausgesetzte Gratpassage mit Scharte in kurzer Kletterei auf den Hauptgipfel der Dreiländerspitze . Der spaltenarme Gletscher kann ungesichert begangen werden. Dennoch sollte die Tour nicht unterschätzt werden. Der ausgesetzte Grat (stellenweise II.- Schwierigkeitsgrad) zum Gipfel machen die leichte Hochtour Tour doch etwas anspruchsvoller.

Abstieg: Gleich wie Aufstieg.

Zur Dreiländerspitze sind es rund 1150 Höhenmeter und etwa 4 bis 5 Std.
SAC-Schwierigkeitsgrad: L = leicht. Eine Stelle Kletterei II.

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