Flüela Wisshorn (3085 m) liegt im Kanton Graubünden.
Landeskarten der Schweiz 1:25 000 Nr. 1197 Davos.

Swisstopo-Landeskarten - Schweizerische Eidgenossenschaft.

Es ist der höchste Gipfel im langen Bergkamm nördlich über dem Flüelapass und prägt das Bild in der Anfahrt zu diesem Pass. Doch der eilig Durchreisende sieht die Schönheit dieses Berges und der Jöriseen nicht, er wird über den Pass fahren und denken, dass dies ein ganz gewöhnlicher Gipfel ist. Dieser wahrlich eindrückliche Gipfel wird oft besucht. Der Berg ist, gute Verhältnisse vorausgesetzt, auf Trittspuren ohne technische Schwierigkeiten zu erreichen. Das erlaubt auch Bergwanderern ohne Klettererfahrung, diesen Gipfel zu besuchen.
Auf dieser Bergtour gibt es mehr zu sehen als nur diesen Gipfel. Die vielen anderen Bündner Berge, oder die Jöriseen. Auf nur 3 km² sollen sich hier 20 Seen in einer wunderschönen Alpenlandschaft befinden. Nur der relativ kleine Jörigletscher hinterlässt durch die globale Erwärmung einen nachdenklich machenden Eindruck.
Im Anschluss an die Gipfelbesteigung folgt die überaus empfehlenswerte Wanderung zu den Jöriseen mit Wiederaufstieg zum 300 m höheren Jöriflüelafurgga-Pass (P.2723).
Als Erstbesteiger des Flüela Wisshorn werden am 12. Januar 1902 E. Nussbaumer und Chr. Guler gennant.

Tourenfotos Juli 2008

Flüela Wisshorn
von etwa Engi


Vom Wägerhus (2707 m)
zur Abzweigung P.2351


Aufstieg über grobschuttige
Blockfelder zu P.2560


Winterlücke-Nordwestgrat
von etwa P.2560


Nordwestgrat von
P.2787 m


Winterlücke (P.2787) vom
Flüela Wisshorn


Schwarzhorn und Piz Rädont
vom Flüela Wisshorn


Gratroute und Vorgipfel
vom Hauptgipfel


Flüela Wisshorn vom
Jörigletscher


Jörihorn und
Jöriseen


Flüela Wisshorn
von Jöriseen


Jöriseen im Aufstieg zur
Jöriflüelafurgga


Aufstieg zur
Jöriflüelafurgga

Jöriseen von
Jöriflüelafurgga

Aufstieg: Vom Wägerhus (2207 m) an der Flüelastrasse etwa 150 Höhenmeter nordwärts zur Abzweigung bei etwa P.2351. Hier teilt sich der Weg. Rechtshaltend weiter Richtung Süden um den Felsriegel herum zum flachen ehemaligen Gletscherfeld nach P.2560. Nach kurzem, steilen Aufstieg zur Winterlücke, einem Pass (2787 m), verläuft die weitere Route über den Nordwestgrat des Wisshorns. Schon bei den ersten grossen Felsbrocken auf dem Grat (etwa bei 2830 m) verzweigen sich einige Wegspuren. Die beste Wahl ist es, wo immer möglich auf der Gratroute zu bleiben, wenn es nicht mehr weiter geht, auf die Jörigletscher-seite auszuweichen. Wer auf dem Grat bleibt, quert bei etwa 2995 m eine flache Felsplatte ostwärts (oder klettert über sie hoch) und erreicht kurz darauf den Vorgipfel. Auch wenn es nur 100 m zum unwesentlich höheren Hauptgipfel sind, so lockt er doch. Dazu steigt man in die Senke ab und überwindet auf dem Grat nach etwa 50 m einen kleinen Kamin. Nach dieser Passage ohne Schwierigkeiten zum Gipfel (3085 m).

Abstieg: Auf der Aufstiegsroute zurück zur Winterlücke oder bis etwa 2900 m unterhalb der Felsplatte. Auf die Seite des Jörigletschers ausweichend zum Gletscherbeginn. Über den zum Wanderweg mit den rot-weissen Markierungen, der von der Winterlücke zu den Jöriseen führt. Dem Weg folgend zu den Seen. An den Jöriseen vorbei zur 300 m höheren Jöriflüelafurgga (P.2723). Von der Passhöhe weiter auf dem Wanderweg zum Wägerhus (2207) an der Flüelapassstrasse.

Für die Rundtour sind es rund 1400 Höhenmeter und etwa 6 bis 7 Std.
SAC-Schwierigkeitsgrad: L = leicht.

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