Piz Grialetsch (3131 m) und Scalettahorn (3068 m) liegen im Kanton Graubünden.
Landeskarten der Schweiz 1:25 000 Nr. 1197 Davos.

Swisstopo-Landeskarten - Schweizerische Eidgenossenschaft.

Das Grialetschgebiet liegt etwas abgelegen, südwestlich des Flüelapasses. Die Nordwestseite der Flüelastrasse zweigt in Davos aus dem Landwassertal ab. Aber wer von Klosters über Davos nach Tiefencastel reist, ahnt nicht, wie viele andere Seitentäler in alle Richtungen abzweigen. Eines dieser Täler ist das Dischmatal, das mittlere der drei langgestreckten, sanft ansteigenden und sich nach südosten Richtung Engadin erstreckenden Hochtäler. Am Talschluss befinden sich die beiden Pässe Scalettapass (Cuolm S-chaletta) und Fuorcla da Grialetsch. Vor allem der Piz Grialetsch und das Scalettahorn bilden eine riesenhafte Mauer und den eigentlichen Abschluss des Dischmatales gegen das Engadin.
Das Scalettahorn ist vom Dischmatal her eine wenig auffällige Gratkuppe, der Piz Grialetsch dagegen ein massiger Felsgipfel, umgeben von Gletschern. Diese zwei früher eher leicht zu besteigenden, oft aufgesuchten Berggipfel sind heute um einiges anspruchsvoller geworden. Der allgemeine Gletscherschwund macht auch diesen Bergen arg zu schaffen. Hier erwachsen dem Bergsteiger nur Nachteile: zerrissenere Gletscher, steilere Flanken, lose, brüchige Moränen und Steinschlaggefahr. Besonders über den Westgrat ist die Route heute eher als ZS und nicht mehr als WS einzustufen. Alles in allem aber bleibt die Rundtour über die beiden Gipfel eine kleine, aber besonders feine Haute Route.

Tourenfotos Juli 2008

Piz Grialetsch und Scalettahorn
von Dürrboden

Aufstieg zum
Scalettapass

Piz Kesch vom
Scalettapass

Aufstieg zum Scalettahorn
oberhalb Scalettapass

Scalettahorn von etwa
2700 m

Westgrat Scalettahorn
von etwa P.2834

Westgrat zum
Scalettahorn

Piz Grialetsch vom
Scalettahorn

Aufstieg über den Westgrat
zum Piz Grialetsch

Aufstieg über den Westgrat
zum Piz Grialetsch

Panorama vom
Piz Grialetsch

Piz Vadret vom
Piz Grialetsch

Scalettahorn von etwa
Fuorcla Vallorgia

Abstiegsroute durch die
Südflanke des Piz Grialetsch

P.3026 von etwa
P.2665

Chamanna da Grialetsch
von etwa P.2665

Rundtour-Tipp: Vom Dürrboden (2007 m) auf markiertem und breitem Bergweg zum Scalettapass (2606 m). Über kargen Rasen, später Geröll und Blockschutt, Richtung Nordosten zum Westgrat. An Punkt 2834 vorbei, immer dem Westkamm folgend, ohne besondere Schwierigkeiten zum Scalettahorn (3068 m).

Abstieg und Wiederaufstieg: Vom Scalettahorn über den Ostgrat zur Gratsenke und auf den Gletscher. Auf dem Gletscher dem Fuss des Grialetsch-Westgrates folgen. An günstiger Stelle, etwa bei P.3045, betritt man die Felsen, um auf die Grathöhe zu gelangen. Über steilere Flanken und teils recht loses, brüchiges Gestein (Steinschlaggefahr) wenn immer möglich dem Westkamm folgen zum Piz Grialetsch.

Abstieg: Durch die Südflanke zur Fuorcla Vallorgia, dies ist die eigentliche Normalroute zum Gipfel. Die anscheinend steile Felswand ist eher eine lose ,schroffe Schutthalde, die zum Teil mit Bohrhaken versehen ist. Von der Fuorcla über den Vadret da Grialetsch (Gletscherschwund) zu P.2670. Auf Wegspuren zu Chamanna da Grialetsch. Von der Hütte den gut markierten Wanderweg nehmen nach Dürrboden.

Zum Piz Grialetsch sind es rund 1300 Höhenmeter und etwa 8 bis 9 Std für die Rundtour.
SAC-Schwierigkeitsgrad: ZS = ziemlich schwierig.

Startseite