Piz Tambo (3279 m) liegt auf der Landesgrenze Schweiz - Italien.
Landeskarten der Schweiz 1:25 000 Nr. 1254 Hinterrhein und Nr. 1255 Splügenpass.

Swisstopo-Landeskarten - Schweizerische Eidgenossenschaft.

Der Piz Tambo ist eine viereckige, elegante, prächtige und formschöne Gipfelpyramide und der höchste Gipfel in der langen Kette zwischen dem Misox (Das Misox, italienisch Val oder Valle Mesolcina ist ein Tal im Schweizer Kanton Graubünden.) und dem italienischen Valle San Giacomo ist er auch, denn bis auf das Rheinwaldhorn (Adula) im Westen kommt kein anderer Gipfel an ihn heran. Er wird als Hausberg von Splügen bezeichnet, obwohl er halb Schweizer und halb Italiener ist. Bei der ansässigen Bevölkerung trägt er den deutschen Namen Tambohorn, während die Landeskarte der Schweiz nur den italienischen Namen ausweist.
Er liegt westlich des Splügenpasses, der 1823 mit Hilfe der Österreicher, denen damals die Lombardei gehörte, mit einer zur damaligen Zeit modernen Strasse versehen wurde. Die Passhöhe liegt auf 2113 m und verbindet Splügen im Kanton Graubünden mit Monte Spluga in Italien. Über den Pass verläuft die Wasserscheide zwischen dem Rhein und dem Po und die Staatsgrenze zwischen Italien und der Schweiz. Er war bereits den Römern bekannt. Splügen soll sich von „specula“, lateinisch für "Ausguck" oder "Höhle" ableiten und wurde anscheinend auch im Mittelalter benutzt.
Im 19. Jahrhundert bestanden Pläne, eine Eisenbahnlinie über den Splügen zu bauen; diese scheiterten jedoch am Widerstand des Kantons Tessin, der dadurch umfahren worden wäre. Schliesslich wurde dem Bau des ersten Gotthardtunnels der Vorzug gegeben. Durch den Bau des San Bernardinotunnels hat der Pass seine frühere Bedeutung weitgehend verloren. Im Winter ist der Pass geschlossen.
Im Juli 1859 erfolgte durch Johann Jakob Weilenmann mit seinem Führer die erste bekannte Besteigung des Piz Tambo. Früher wurde er auch Schneehorn genannt. In der Literatur zu diesem Gipfel ist indessen von einer vermutlichen Besteigung schon vor 1828 die Rede. Er ist sicher auch einer der schönsten Berge des Gebietes, mit einer Aussicht, Fernsicht, Tiefblicken und einem Panorama, das sicher zu den schönsten der Zentralalpen zählt.

Tourenfotos August 2007

Aufstieg zum Grenzstein
Nr. 11

Ich bin ein Grenzgänger
ohne Papiere

Pizzo Tambo vom
Grenzstein Nr. 11

Pizzo Tambo vom
Lattenhorn 2862 m

Pizzo Tambo von etwa
P.2983

Pizzo Tambo von etwa
3000 m

Pizzo Tambo


Aufstiegsroute vom
Pizzo Tambo

Aufstieg: Von der Splügenpasshöhe bei der Barriere, kurz hinter dem Grenzgebäude ziehen Wegspuren der Landesgrenze entlang zum Grenzstein Nr.11. Auf dem mit Steinmännchen markierten Weg mehr oder weniger dem Grat entlang ansteigen, bis auf etwa 2550 m. Hier der Gratschneide weiter folgen, über den Piz Tamborello zum Lattenhorn. Oder auf die italienische Flanke unter dem Piz Tamborello queren, an den Seelein vorbei zu P.2983. Das Lattenhorn (2862 m) verlässt man südwärts und erreicht so P.2983. vom Plateau der Spianata (2983 m.) etwas runter und über Geröll den Trittspuren folgen zum steilen Zickzackpfad der Richtung Gipfel führt. Kurz unterhalb des Gipfels muss in die Südflanke ausgewichen werden, da die direkte Besteigung nur mit klettern möglich ist.

Abstieg: Auf der Aufstiegsroute zurück zur Passhöhe.

Zum Pizzo Tambo sind es rund 1200 Höhenmeter und etwa 3,5 Std.

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