Schneeglocke (3223 m), Piz Crambola (3190 m) und Silvrettahorn (3244 m)
liegen in den Ländern Österreich und Schweiz.
Landeskarten der Schweiz 1:25 000 Nr. 1198 Silvretta und Nr. 1178 Gross Litzner.

Swisstopo-Landeskarten - Schweizerische Eidgenossenschaft.

Die Silvretta ist eine recht bekannte Gebiergsgruppe mit etwa 70 Dreitausendern in den Zentralen Ostalpen. Anteil daran haben Österreich mit den Bundesländern Vorarlberg und Tirol sowie die Schweiz mit dem Kanton Graubünden. Eine internationale anerkannte Einteilung der Silvretta ist nicht vorhanden, aber der Alpenvereinsführer teilt die Silvretta-Gebirgsgruppe in fünf Untergruppen ein: Westsilvretta, Nordsilvretta, Mittelsilvretta, Ostsilvretta und Südsilvretta. Der grössere Teil des Silvrettagebiets befindet sich in der Schweiz. Der kleinere, aber unter den Bergsteigern bekanntere Teil liegt in Österreich.
Zentraler Ausgangspunkt für die meisten Touren im Silvretta-Gebiet ist die Bieler Höhe, mit 2071 m höchster Punkt der Silvretta-Hochalpenstrasse in Österreich.
Die Schneeglocke liegt im gewundenen Kamm, der vom Silvrettahorn nordwärts führt. Die Landesgrenze der Schweiz verläuft 500 m südlich des Gipfels vorbei und überlässt die Schneeglocke ganz den Österreichern.
Wer sich nicht ausgerechnet auf den bekannten Piz Buin fixiert hat, ist mit der Überschreitung Schneeglocke bis Silvrettahorn auch in der Hochsaison eher allein. Die drei Gipfel sind eine anspruchsvolle Tagestour, dazu eine vielseitige Grat- und Gletschertour in einem landschaftlich impossanten Gebiet.
Die Tour lässt sich in beiden Richtungen begehen, wobei am Grenzgrat zwischen den Gipfeln eine kurze Kletterstelle II. Grad. (Piz Crampola) zu überwinden ist.
Immer noch schmelzen die Gletscher, und die Ausapperung (Blankeis) schreitet unaufhaltsam voran. Die Gletscher werden immer kürzer, und die Gipfel sind nicht mehr vergletschert wie auf altem Kartenmaterial.

Tourenfotos August 2009

Klostertal von
P.2226

Klostertal von
P.2391

Moräne Klostertaler Gletscher
bei etwa P.2405

Klostertaler Gletscher
der zur Schneeglocke führt

Aufstieg über den
Klostertaler Gletscher

Aufstieg über den
Klostertaler Gletscher

Klostertaler Gletscher
von etwa P.3190

Silvrettahorn von
Schneeglocke

Silvrettahorn von
Piz Crampola

Schneeglocke vom
Silvrettahorn

Egghorn vom
Silvrettahorn

Abstieg Silvrettahorn zum
Ochsentaler Gletscher

Abstieg Silvrettahorn zum
Ochsentaler Gletscher

Ochsentaler Gletscher
von etwa P.3047

Silvrettahorn vom
Ochsentaler Gletscher

Ochsentaler Gletscher und
Piz Buin im Abstieg

Wiesbadener Hütte vom
Ochsentaler Gletscher

Ochsentaler Gletscher von der
Wiesbadener Hütte

Aufstieg: Bieler Höhe (2071 m), auf der Westseite des Silvrettastausees entlang zur Weggabelung Klostertalerhütte - Rote Furka. Dem markiertem Weg folgen zur Klostertaler Umwelthütte. Weiter im Talgrund, vorbei an P.2391, zahlreiche Gewässer überqueren bis zuhinterst in den Talgrund. Bei der Abzweigung Rote Furka links, über die Moräne des Klostertaler Gletschers, immer der Mittelmoräne folgen bis zum Gletscher.
Auf dem Gletscher zuerst rechts halten, später die Steilstufe links auf den oberen Gletscherbereich ausholend überwinden. Richtung P.3190 an den Wandfuss und über Blockwerk und Schutt auf den Gipfelgrat. Dem Grat folgen zur Schneeglocke (3223 m).

Abstieg: Dem Grenzgrat zwischen Schneeglocke und Silvrettahorn folgen bis zu P.3143 (kurze Kletterstelle II. Grad am Piz Crampola).

Aufstieg: Von P.3143 weiter über den Nordwestgrat zum Silvrettahorn (3244 m).

Abstieg: Über den Südgrat bis zur Lücke P.3047, nach links über den Ochsentaler Gletscher bis zur Abstiegsroute vom Piz Buin. Weiter über den Ochsentaler Gletscher und die Grüne Kuppe zur Wiesbadnerhütte. Auf der Alpstrasse zurück zur Bieler Höhe.

Zum Silvrettahorn sind es rund 1400 Höhenmeter und etwa 11 Std. für die Rundtour
SAC-Schwierigkeitsgrad: WS = wenig schwierig.

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