Silvrettahorn (3244 m), Egghorn (3147 m) und Signalhorn (3174 m)
liegen im Kanton Graubünden.
Landeskarten der Schweiz 1:25 000 Nr. 1197 Davos und Nr. 1198 Silvretta.

Swisstopo-Landeskarten - Schweizerische Eidgenossenschaft.

Die Silvretta ist eine Gebirgsgruppe in den zentralen Ostalpen. Der grössere Teil des Gebietes befindet sich auf Schweizer Boden, wogegen der österreichische Teil bei den Bergsteigern und Skitourenfahrern bekannter ist. Der Piz Linard ist der höchste Gipfel in der Silvretta und befindet sich ganz auf Schweizer Boden. Doch die Berge standen schon seit ewigen Zeiten dort, bevor Grenzen gezogen wurden.
Diese Landschaft vermittelt auch heute noch durch ihre Weite und die Gletscher mit ihrem Glitzern ein Gefühl von unendlicher Freiheit.
Das 3244 Meter hohe Silvrettahorn befindet sich im Grenzgebiet zwischen den beiden Ländern Österreich (Bundesland Voralberg) und der Schweiz (Kanton Graubünden). Das Silvrettahorn mit seinen Nachbargipfeln (Schneeglocke, Egghorn und Signalhorn) wird im Osten und Nordosten durch den Schneeglockengletscher und den Ochsentalergletscher, im Nordwesten durch den Klostertalergletscher sowie im Süden durch den Silvrettagletscher eingefasst.
Der heute 2,5 km lange und rund 1 km breite Silvrettagletscher war bei seiner grössten Ausdehnung um etwa 1860 mehr als 1 km länger. Dieser handfeste Eindruck der Klimaerwärmung stimmt doch recht nachdenklich.
Das Silvrettahorn ist ein formschöner Aussichtsgipfel inmitten einer berauschenden Gletscherwelt. Auf seinem höchsten Punkt fühlt man sich so winzig und allein angesichts des Anblicks der umliegenden Nachbargipfel: das Gross und Klein Seehorn, der Gross Litzner, die Verstancla Gruppe sowie der Piz Kesch und viele weitere.
Die Erstbesteigung des Silvrettahorns erfolgte im Jahre 1865 durch J. Jacot mit seinen Bergführern Jegen und Schlegel.

Das Signalhorn bietet eine grossartige Sicht auf die Dreitausender des Silvrettagebiets. Natürlich hört die Aussicht dahinter nicht auf, aber durch die Sonnenstrahlen und die friedvolle Landschaft erscheint alles wie ein Paradies.

Das Egghorn ist ein hübsch geformter Berg und ein hervorragender Ausichtspunkt über dem Silvrettagletscher und muss daher, was das Panorama betrifft, nicht hinter dem Signalhorn zurückstehen.

An jenem Tag bot sich uns auf dieser kombinierten und abwechslungsreichen Tour vom Signalhorn zum Silvrettahorn zusätzlich ein Tiefblick auf eine lange Menschenschlange, die sich wie ein Zug von schwarzen Punkten langsam von der Wiesbadenerhütte her Richtung Piz Buin wand.
Das Silvrettagebiet wurde ins schweizerische Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung aufgenommen.

Tourenfotos August 2008

Ein Bike eignet sich am besten
von Klosters zur Alp Sardasca

Silvrettahorn - Egghorn - Signalhorn
und Silvrettagletscher

Egghorn und Signalhorn
vom Silvrettagletscher

Aufstieg zum Südwestgrat
und Signalhorn

Aufstieg über den
Südwestgrat am Signalhorn

Aufstieg über den
Südwestgrat am Signalhorn

Silvrettahorn vom
Signalhorn

Abstieg Nordwestgrat zum Pass
zwischen Egghorn Signalhorn

Aufstieg zum Egghorn vom Pass
zwischen Egghorn und Signalhorn

Signalhorn vom
Egghorn

Silvrettahorn vom
Egghorn

Silvrettahorn vom
Ochsentaler Gletscher

Abstiegsroute Egghorn auf den
oberen Ochsentaler Gletscher

Abstiegsroute Egghorn
nördlich von P.3082

Aufstieg über den Südgrat
zum Silvrettahorn

Silvrettagletscher vom
Silvrettahorn

Signalhorn und Egghorn
vom Silvrettahorn

Schneeglocke vom
Silvrettahorn

Abstieg durch die Westflanke
des Silvrettahorn

Westflanke-Silvrettahorn vom
Silvrettagletscher

Aufstieg: Zu Fuss, mit Alpentaxi oder mit dem Bike von Monbiel bei Klosters zur Alp Sardasca, die etwa 10 km von Klosters entfernt liegt (mit dem Bike sehr lohnend, vor allem für den Rückweg). Für den Aufstieg zur Silvrettahütte (etwa 700 Höhenmeter) sind mehrere gut markierte Wanderwege vorhanden.

Aufstieg: Von der Silvrettahütte dem markierten Weg durchs Gletschervorfeld zum Silvrettagletscher folgen. Den Gletscher betritt man etwa auf einer Höhe von 2600 m. Auf dem Gletscher zuerst Richtung Egghorn zuhalten, um später etwa auf 2850 m rechts (östlich) am Egghorn vorbei zum Silvrettapass (2994 m) zu gelangen. Doch den Silvrettapass sollte man rechts liegen lassen, um in die Westflanke des Signalhorns zu wechseln. Die Flanke in der unteren Hälfte queren, um den Südwestgrat der zu P.3174 führt, zu erreichen. Über den Grat zu P.3174 und weiter über den Südostgrat zum Gipfel des Signalhorns.

Abstieg: Über den im oberen Teil felsigen, in eine Steilstufe übergehende Nordwestgrat (Kletterstellen im II. Grad), auf dem Grat oder wenige Meter rechts davon bleiben. Weiter unten über einfaches Gelände bis zum Pass zwischen dem Signalhorn und Egghorn. Südostgrat des Egghorns.

Aufstieg: Zum Südostgrat des Egghorns, die ersten Felsen werden rechts umgangen und die nächsten in kurzer Kletterei (I—II. Grad) überwunden. Über den breiten, teils verfirnten Grat zum Gipfel des Egghorns (3147 m).

Abstieg: Zurück über den Südostgrat bis zum Pass. Richtung Norden auf den oberen Ochsentaler Gletscher absteigen; dabei auf die grossen Spalten und den Bergschrund achten (40 bis 45° steil). Weiter zum Grateinschnitt nördlich von Punkt 3082.

Aufstieg: Anfangs über einen gut sichtbaren Trampelpfad im Geröll des Südgrates, im oberen Teil über die Felsen zum Gipfel des Silvrettahorns.

Abstieg: Direkt durch die Westflanke auf den Silvrettagletscher. Man benützt dazu im unteren Teil der Flanke das schmale Geröll-Couloir ganz rechts. Vom Westfuss über den Gletscher bis zu dessen Ende. Der Aufstiegsroute, an der Silvrettahütte vorbei zur Alp Sardasca folgen. Den Rückweg nach Klosters erfolgte wieder mit dem Bike.

Zum Silvretthorn sind es rund 1200 Höhenmeter, und etwa 9 Std. von der Silvrettahütte
über die drei Gipfel bis zur Alp Sardasca.
SAC-Schwierigkeitsgrad: WS = wenig schwierig. Kletterstellen II. Grad.

Silvrettahütte SAC: 80 Betten, erreichbar unter Tel. 081 416 28 03

Alpentaxi: Tel. 081 416 73 73, Anmeldung nötig.

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