Bristen (3073 m) liegt im Kanton Uri.
Landeskarten der Schweiz 1:25 000 Nr. 1212 Amsteg.

Swisstopo-Landeskarten - Schweizerische Eidgenossenschaft.

Wer kennt es nicht das Urner Reusstal zwischen Vierwaldstättersee und Gotthard, den es bildet das Herzstück des Urnerlands. Im unteren Teil des Tals steht der Bristen, eine schöne freistehende Felspyramide und eine der auffälligsten Erhebungen der Urner Alpen. Jedem der bei schönem Wetter von Flüelen in Richtung Gotthard fährt, dem fällt die eindrückliche Pyramide auf. Durch seine gleichmässige, dreikantige Pyramidenform zählt er vom Urner Talboden aus, zu den schönsten Bergformen unserer Alpen. Er gilt auch als eigentliches Wahrzeichen des Kantons Uri.
Seinen Namen hat der Bristen vom gleichnamigen Bergdorf Bristen, welches nördlich im Maderanertal liegt. In Seelisberg wurde der Bristen auch Mittagsstock genannt, was auf den Stand der Sonne zu Mittagszeit hindeutet. Er liegt etwa drei Kilometer südlich der gleichnamigen Ortschaft Bristen im Maderanertal und vier Kilometer nördlich des Piz Giuv, von dem er durch die 2506 m hohe Portlilücke getrennt ist. Weiter südlich befindet sich der Oberalppass, etwa sechs Kilometer östlich durch das Etzlital getrennt der Oberalpstock, der höchste Berg dieser Region.
Leider ist er von keiner Seite aus leicht erreichbar, denn alle seine Zustiege sind lang und oft mühsam. Über den Nordostgrat führt die meist begangene Route, die sich etwa 300 Meter nördlich des Gipfels mit der Nordwestgrat Route vereint. Sie bieten leichte Kletterei, wogegen der Südgrat wie der Ostgrat teilweise ziemlich schwierig sind. Die Flanken sind leicht begehbar, jedoch sehr brüchig. Die Aussicht von dort oben ist kaum zu beschreiben, man ist umgeben von den Walliser Alpen am Horizont, die Urner Berge Galenstock und Sustenhorn, dann der Urnersee, Chli und Gr. Windgällen, Chli und  Gr. Ruchen, Chli und Gr. Schärhorn, Hüfifirn, Gross Düssi, Oberalpstock und Witenalpstock. Im Osten sieht man sogar noch in weiter Ferne das Berninamassiv mit dem unglaublichen Biancograt, und ebenso das Rheinwaldhorn.
Bereits im 19. Jahrhundert war der Berg bereits sehr populär. Nach einem Führerbuch von 1893 betrug der Lohn einer Führung 25 Schweizer Franken. Der Bristen wurde vermutlich schon recht früh von Gemsjägern oder Kristallsucher bestiegen. Die erste gesicherte touristische Besteigung erfolgte am 23. Juli 1823 durch den aus Altdorf stammenden Arzt Dr. Karl Franz Lusser zusammen mit Einheimischen unter der Führung von Hans Indergand. Als Route wählten sie dabei den Nordostgrat, der auch noch heute den Normalweg bildet.
Eine Sage besagt, dass der Bristen auf vier goldenen Pfeilern ruhe. Wer das Glück habe, einen solchen Pfeiler zu finden, würde unglaubliche Reichtümer erhalten.

Tourenfotos September 2006

Bristen von
Bristenstäfeli

Bristen von
Bristenhüttli

Aufstieg zum
Bristen

Weisser Pfeil der zum Einstieg
auf den Nordostgrat weist

Nordostgratvon
P.2374

Bristensee vom
Nordostgrat

Aufstieg über den
Nordostgrat

Oberalpstock und Witenalpstock
vom Bristen

Erstfeld und Altdorfl
vom Bristen

Abstieg über den
Nordwestgrat

Nordwestgrat von etwa
P.2830

Abstieg über den
Nordwestgrat

Nordwestgrat vom
Gemsplanggenstöckli

Bristensee von
Gemsplanggenstöckli

Aufstieg: Nach Bristen Dorf, zur zweiten Brücke. Über diese zum Seilbähnli nach Breitlaui (Achtung nur zur Alpzeit in Betrieb). Dann führt ein schöner und gut angelegter Wanderweg zum Bristenhüttli auf etwa 2140 m. Von der Hütte etwas oberhalb am Bristensee vorbei, über Geröll und Blöcke aufsteigend zum grossen weissen Kreuz, das auf den Weg zum Nordostgrat hinweist. Dem Nordostgrat folgen über den Rot Bristen zum Vorgipfel, wo sich der Nordost- und der Norwestgrat vereinen. Dem Grat weiter folgen in leichter Kletterei zum Gipfel des Bristen.

Abstieg: Zurück bis zur Verzweigung des Nordost- und Nordwestgrates. Nun folgt man immer dem Nordwestgrat bis zum Gemsplanggenstöckli. Weiter dem Grat folgen, von wo man später über P.2094 zur Alp Blacki absteigt. Dem Weg folgen über Bristenstäfeli, Friedlig nach Hinter Bristen.

Zum Bristen sind es rund 1900 Höhenmeter und etwa 9 bis 10 Std. für die Rundtour.
SAC-Schwierigkeitsgrat: WS = wenig schwierig.

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