Diechterhorn (3389 m) liegt im Kanton Bern.
Landeskarten der Schweiz 1:25 000 Nr. 1230 Guttannen.

Swisstopo-Landeskarten - Schweizerische Eidgenossenschaft.

Die Urner Alpen sind eine Gebirgsgruppe in den Westalpen. Sie befinden sich in den Kantonen Uri, Nidwalden, Obwalden, Bern und Wallis . Die Urner Alpen bilden eine kompakte, einfach abzugrenzende Gebirgsgruppe zwischen dem Vierwaldstättersee im Norden, dem Reusstal im Osten, dem Furkapass und Grimselpass im Süden und dem Brünigpass im Westen.
Der höchste Gipfel ist der Dammastock (3630 m). In den Urner Alpen liegen einige Dreitausender Gipfel und Gletscher. Obwohl nicht so berühmt wie die benachbarten Berner Alpen, bieten die Urner Alpen alles, was sich die Bergsteiger wünschen. Vorteilhaft an den Urner Alpen sind die hohen Ausgangspunkte, die ein schnelles Erreichen der Hochregion erlauben. Dazu gehören vor allem drei Pässe: Susten, Furka und Grimsel.

Das Triftgebiet ist eine eindrückliche, wilde Berg- und Gletscherlandschaft. In kaum einer anderen Region lässt sich ein ähnlich reizvoller Kontrast erleben wie hier: Ein Kontrast zwischen lieblichen Tälern und eisgepanzerten Gipfeln, zwischen heiteren Voralpen und ernstem Hochgebirge, zwischen gepflegter Kulturlandschaft und karger Fels- und Eiswüste. Hier steht auch das Diechterhorn, ein wenig besuchter, aber landschaftlich abwechslungsreicher Gipfel.
Das Diechterhorn wurde 1864 erstmals bestiegen. Die heute leichte Hochtour hat nichts von ihrem wilden Charme eingebüsst.
Der Blick zum Triftgletscher ist überwältigend; aber auch hier sieht man den enormen Gletscherrückgang. Die Zukunft wird zeigen, ob dieses Paradies der Klimaerwärmung zum Opfer fallen wird.
Der Triftgletscher ist ein Talgletscher und war 1973 etwa 5,75 km lang, im oberen Teil bis zu 3 km, im Zungenbereich aber kaum mehr als 500 m breit. Dabei bedeckte er 1973 mit seinen Seitengletschern eine Fläche von etwa 16,55 km. In den 1990er Jahren begannen sich an der Gletscherzunge direkt hinter der Felsbarriere kleinere Schmelzwasserbecken zu bilden, die sich allmählich vergrösserten. Besonders stark setzte dem Gletscher aber der Hitzesommer 2003 zu. Der See wurde rasch grösser und die Gletscherzunge versank förmlich im Schmelzwassersee, und löste sich darin auf, was zu einem Gletscherrückgang von über 136 m innerhalb eines Jahres führte. Seit 1861 hat sich der Gletscher um insgesamt 2771 m zurückgezogen.
Seinen Ausgangspunkt nimmt er am Nordhang des vergletscherten Tieralplistocks auf 3300 m. Er fliesst nordwärts in eine weite Arena mit 3 km Durchmesser, im Westen vom Diechterhorn (3389 m) und im Osten vom Weissen Nollen (3398 m) begrenzt. Über den firnbedeckten Pass (3081 m) der Unteren Triftlücke hat der Gletscher gegen Süden Verbindung mit dem Rhonegletscher.

Tourenfotos August 2004

Diechtergletscher von der
Moräne bei etwa 2595 m

Die ganze Pracht auf breiter Front
Berner Alpen

Diechterhorn vom Diechtergletscher
bei etwa 3000 m

Diechterhorn vom Diechterlimi
und Oberer Triftkessel

Gelmersee vom
Diechterhorn

Hinter Tierberg und Triftgletscher
vom Diechterhorn

Hinter Tierberg — Triftgletscher — Tieraplistock — Galenstock
vom Diechterhorn

Diechterhorn


Gelmerhütte und Gelmersee
von etwa P.2389

Aufstieg: Vom Parkplatz Chüenzentennlen an der Grimselpassstrasse zum Gelmersee, dem See entlang weiter zur Gelmerhütte SAC. Nun zur Moräne und über P.2595 auf den Diechtergletscher zur Diechterlimi und über Oberer Triftkessel zum Diechterhorn.

Abstieg: Gleich wie Aufstieg.

Es ist auch möglich die Tour in zwei Etappen zu machen. Unterkunftmöglichkeit in der Gelmerhütte SAC 2412 m. Eigentum der Sektion Brugg. Erbaut 1926, 1960 und 1986 umgebaut, 55 Schlafplätze. Im Sommer durchgehend bewartet. Telefon 033 9731180. Zeit etwa 3 Std. Schöne alpine Tour.

Zum Diechterhorn sind es rund 1800 Höhenmeter und etwa 6 bis 7 Std.
SAC-Schwierigkeitsgrad: L = leicht.

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