Vordere Gärstenhorn (3166,6 m) liegt im Kanton Bern .
Landeskarten der Schweiz 1:25 000 Nr. 1230 Guttannen.

Swisstopo-Landeskarten - Schweizerische Eidgenossenschaft.

Der Grimselpass (2165 m) gehört zu den Attraktionen der Innerschweiz, und das mit Recht! Schon die Zufahrt durchs Haslital bietet die unterschiedlichsten Eindrücke. Von der Passhöhe mit dem so viel fotografierten Totensee (ein unpassender Name für die schöne Wasserfläche!) öffnet sich der Blick auf die Berge des Südens. Erstaunlich dass nicht mehr Menschen die von Gletscherschliffen und kleinen Seeaugen geschmückten Höhen über dem Pass besuchen. Dort wird der Blick rasch immer freier; besonders schön präsentieren sich dann die östlichen Berner Gipfel, das Oberaarhorn und das Finsteraarhorn. Für etwas Geschickte steht hier oben ein eleganter und wegen seines guten Gesteins auch wirklich interessanter Berg, das Südliche oder Vordere Gärstenhorn.

Die Gärstenhörner - Vorder (3166 m), Mittler (3189 m) und Hinter Gärstenhorn (3173 m) - bilden die Südwestflanke der Urner Alpen. Der schroffe Felsgipfel des Vorder Gärstenhorns erhebt sich zwischen Grimselpaß und Rhonegletscher und ist ein eher selten begangener Gipfel im Grimselgebiet.

Der Rhonegletscher liegt am verhältnismässig flachen Südwesthang des Winterbergmassivs am Dammastock. Er ist knapp 10 km lang, weist eine durchschnittliche Breite von etwas mehr als einem 1 km auf und bedeckt eine Fläche von 17 km². Auf den ersten 2,5 km trägt das Eisfeld den Namen Eggfirn und überwindet eine Höhendifferenz von etwa 600 m. Auf 3080 m ist der Gletscher durch die firnbedeckte Untere Triftlücke mit dem nördlich angrenzenden Triftgletscher verbunden. Der Rhonegletscher fliesst nun mit leichten Windungen und etwas Gefälle nach Süden, flankiert vom Tieralplistock und den Gärstenhörnern im Westen sowie vom Galenstock im Osten. Die Gletscherzunge befindet sich zurzeit noch auf 2250 m oberhalb eines steilen Felshangs. Der Rhonegletscher schmilzt seit der Mitte des 19. Jahrhunderts kontinuierlich. Aufgrund des Rückzugs des Gletschers begann sich in den Jahren 2006/2007 hinter der Schwelle des Steilhangs ein kleiner See zu bilden. Dieser Gletscherzungensee wird sich bei weiterem Abschmelzen des Rhonegletschers noch deutlich vergrössern.

Tourenfotos August 2004

Vorderes Gärstenhorn vom
Nägelisgrätli

Sidelhorn — Oberaarsee vom
Grätlisee bei 2753 m

Blick zur Schieferrinne
und zum Südwestgrad.

Vorderes Gärstenhorn
vom Südwestgrad

Rhonegletscher, Dammastock und
Galenstock vom Vorderen Gärstenhorn

Alplistock, Bächlistock und Hintertellihorn
vom Vorderen Gärstenhorn

Südwestgrad


Gärstenhörner und
Hinter Gelmerhörner

Galenstock


Vorderes Gärstenhorn
von Nägelisgrätli

Aufstieg: Vom Grimsel Hospitz über 2285 m, zum Remersee und weiter zum Grätlisee. Nun direkt nordwärts über Schutt und Schnee an den Fuss des Grates etwas südwestlich von 2942 m. Von hier aus westwärts durch eine Schuttkehle auf die Grathöhe. Weiter über den Grat, in leichter Kletterei zum Gipfel.

Abstieg: Vorderes Gärstenhorn - 3020m, - Grätlisee - Nägelisgrätli - Grimselpass - Grimsel Hospitz.

Zum Gärstenhorn sind es rund 1200 Höhenmeter und etwa 7,5 bis 8,5 Std für die Rundtour.
SAC-Schwierigkeitsgrad: WS = wenig schwierig.

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