Chli Spitzen (2296 m) Gross Spitzen ( 2399 m) Blinzi (2473 m) Sittliser (2445 m)
und Hoch Fulen (2506 m)

liegen im Kanton Uri.
Landeskarte 1:25 000 Nr. 1192 Schächental.

Swisstopo-Landeskarten - Schweizerische Eidgenossenschaft.

Chli- und Gross Spitzen, Blau Höreli, Blinzi, Sittliser und Hoch Fulen sie alle liegen in der Hoch Fulen Bergkette im beeindruckenden Bergkanton Uri. Die Hauptkette erstreckt sich von den Spitzen südwärts zum Hoch Fulen und von diesem westwärts gegen den Bälmeten. Vom Hoch Fulen, dem höchsten Punkt der Kette, erstreckt sich ein flacher Rücken nordwärts zum Wängihorn und ein Seitenkamm südostwärts zum Schwarz und Wiss Stöckli. Diese Wildromantischen Alpengipfel zwischen den beiden Seitentäler, Sulztal und Brunnital des Schächentals sind in jeder hinsicht ein Besuch wert. Auch wenn sie im Schatten der bekannten und höheren Nachbarn der Windgällen-Kette stehen.
Das idyllische Brunnital ist ein etwa sechs Kilometer langes südliches Seitental des Schächentals. Den hintersten Talabschluss bildet die Gewaltige Felsmauer des Gross Ruchen und der Gross Windgällen. Im mittleren Tal führt eine Seilbahn (Sittlisalp Seilbahn) auf eine der grössten Alpen im Kanton Uri, die Sittlisalp. Sie ist der Ausgangspunkt für eine eindrückliche, anspruchsvollere mit einigen Kletterstellen schöne Grattour.

Gross und Chli Spitzen sind zwei schöne und auf einem einfachen Bergweg erreichbare Berggipfel. Schon der Zustieg zu diesen Gipfeln bietet bereits eine traumhafte Unternehmung.

Blau Höreli 2404 m. Dieser turmartige Felszacken erhebt sich ungefähr 200 m südwestlich der Gross Spitzen. Die Besteigung des etwa 25 m hohen Felsturmes erfordert leichte Kletterei.

Blinzi der gezackte Felsgrat kann von Norden oder Süden in seiner ganzen Länge im 2 Grad (mässige bis mittlere Schwierigkeiten) überklettert werden, aber der Fels ist lose und grasbewachsen.

Der Sittliser Gipfel lässt sich von Norden als auch von Südosten oder Süden über grasbewachsene Felsplatten leicht erreichen.

Der Plattigrat, dieser Felsgrat erfordert für die Überschreitung teilweise exponierte Kletterei im II - III Grad im doch sehr brüchigem Fels.

Der Hoch Fulen, einer der Berge ohne Gipfelkreuz, aber es gibt ein riesiges Steinmannli. Er ist ein breiter Schutt- und Grasgipfel, der nach Norden in Steilwänden abbricht, bietet eine herrliche Sicht zu den gewaltigen Nordabstürzen um Chli Windgällen, Gross Windgällen und Gross Ruchen, sowie die schöne Aussicht zu den Unterwaldner Alpen auf der anderen Seite der Reuss. Er wird ab Unterschächen im Winter oder ab Brunni im Sommer ausgiebig besucht.

Wie der Rhythmus der vier Jahreszeiten uns Bergfreunden verzaubert, genauso ist es mit der markanten Bergkette vom Chli Spitzen bis zum Hoch Fulen. Sie entpuppt sich als abwechslungsreiche und aussichtsreiche Grattour.

Tourenfotos Juni 2018

Chli Spitzen von der
Sittlisalp Bergbahn

Chli Spitzen von
Alp Seestelli

Gross Spitzen vom
Chli Spitzen

Gratroute zum Blitzi
vom Gross Spitzen

Gratroute zum Blitzi
von etwa P.2403

Gratroute nach P.2403
zum Blitzi

Blauw Höreli und
P.2403

Gratroute nach P.2403
zum Blitzi

Blinzi im Aufstieg
von P.2302

Gratroute vom Blauw Höreli
im Aufstieg zum Blinzi

Blinzi im Aufstieg
von P.2302

Chli + Gross Spitzen — Blauw Höreli
vom Blinzi

Gross Windgällen — Chli Windgällen — Sittliser — Gratroute zum Hoch Fulen
vom Blinzi

Abstieg vom Blinzi
zum Sittliser

Sittliser von etwa
P.2350

Sittliser von etwa
P.2376

Blinzi vom
Sittliser

Gratroute zum Hoch Fulen
vom Sittliser

Couloir Abstieg
am Plattigrat

Gratroute zum Hoch Fulen
von P.2416

Gratroute zum Hoch Fulen
vom Plattigrat

P.2416 am Sittliser
vom Plattigrat

Hoch Fulen - P.2387
von etwa P.2361

Hoch Fulen von
P.2387

Gratroute vom Chli Spitzen
zum Hoch Fulen

Chli Ruchen — Gross Ruchen — Gross Windgällen — Chli Windgällen — Rinderstock
vom Hoch Fulen

Griesstal von etwa
P.2366

Vorder Griesstal von etwa
Hinter Griesstal

Abstieg durch das
Vorder Griesstal

Brunni von etwa
P.1685

Aufstieg: Nach einer kurzen Fahrt mit der Sittlisalpbahn der blau-weiss markierten Route über Alp Seestelli zur Einsattelung zwischen Chli Spitzen und Gross Spitzen. Auf gut sichtbaren Pfadspuren zum Chli Spitzen. Zurück zur Einsattelung und weiter auf der blau-weiss markierten Route zum Gross Spitzen. Vom Gipfel weiter der blau-weiss markierten Route über P.2403 und am Blauw Höreli vorbei bis zum Wegweiser kurz nach P.2302.
Entweder bleibt man auf der Markierten Bergweg und umrundet auf der Westseite den Binzi, oder nun Weglos und ohne Markierungen in mässigen bis mittleren Schwierigkeiten über den Nordgrat zum nördlichen Vorgipfel und anschliessend zum Kulminationspunkt des Blinzi. Der Anblick für den direkten Aufstieg über den Nordgrat auf den Blinzi sieht von P.2302 nicht sehr einladend aus, ist aber für ein erfahrenen Alpinwanderer definitiv nicht zu anspruchsvoll.
Vom Gipfel weiter über den südlichen Verbindungsgrat, mit kurzem Abstieg, immer auf dem Grat bleibend, um später wieder zum Sittliser aufzusteigen.
Vom Steinmannli des Sittliser auf dem flachen und breiten Schuttrücken in östlicher Richtung zu P.2413. Nun zeigt der Plattigrat seine teilweise exponierte Kletterei im II - III Grad, im doch sehr brüchigem Fels. Die Schlüsselstellen sind zwei Couloir Abbrüche und die müssen abgeklettert werden. Nach diesen Schlüsselstellen ist der weitere Gratabschnitt einfacher, den ein Teil der folgenden Felszacken kann manchmal etwas unterhalb der Gratschneide (Südflanke) umgangen werden und der Grat wird ab P.2361 wieder ruhiger. So kann man auf dem Grat bleibend zu P.2387 und anschliessend zum Wegweiser bei P.2320 absteigen wo der rot-weiss markierte Bergweg zum Hoch Fulen abzweigt. Über diesen Bergweg zum höchsten Punkt des Hoch Fulen.

Abstieg: Für den Abstieg vom Hoch Fulengipfel bleibt man am besten auf dem rot-weiss markierten Bergweg durch das Griesstal.
Zu P.2366 absteigen um anschliessend über Stichplatten – Hinter Griesstal – Vorder Griesstal – Hoch Gand P.1859 – Eggen P.1685 - Brunni P.1395 zur Talstation und Parkplatz der Sittlisalpbahn.

Zum Hoch Fulen (2506 m) sind es rund 1400 Höhenmeter und etwa 5 - 5½ Std.
Für die Roundtour sind es etwa 8½ bis 9 Std.
SAC-Schwierigkeitsgrad: T5 = Anspruchvolles Alpinwandern.

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