Lochberg (3074,2 m)
liegt im Kanton Uri.
Landeskarten der Schweiz 1:25 000 Nr. 1231 Ursenen.

Swisstopo-Landeskarten - Schweizerische Eidgenossenschaft.

Der Lochberg (P.3039) liegt in der langen Gletscherhorn-Schöllenen-Kette. Sie zweigt beim Tiefenstock von der Dammastock-Kette ab und zieht sich nach Osten bis zur Schöllenenschlucht. In diese Kette, die das Göscheneralptal vom Urserental trennt, reihen sich die Gipfel: Gletscherhorn, Winterstock, Lochberg, Blaubergstock, Blauberg, Müterlishorn, Mittagstock, Spitzberg, Rossmettlengrat, Spitzigrat und Sptzi ein.
Der höchste Berg des Kantons Uri ist der Lochberg nicht, dies wäre ja der Dammstock (3630 m), der wird aber mit dem Kanton Wallis geteilt. Der höchste Gipfel, der ganz auf Urnerboden steht, ist der Fleckistock.
Der  Lochberg P.3074 und P.3039 sind relativ einfach zu erreichende Lochbergpunkte. Er bietet eine hervorragende Aussicht und man besteigt ihn entweder aus dem Osten in den Sattel zwischen Planggenstock und Lochberg und dann über den Nordostgrat zum Gipfel, oder aus dem Westen von der Winterlücke über den anspruchsvolleren Südwestgrat.
Das Gebirge ist nicht eine Welt für sich, sondern besteht aus verschiedenen Welten. Das wird uns bewusst, wenn wir ins Gebirge aufsteigen oder einen Pass überqueren. Dann gelangt man oft in eine andere Landschaft. Dies ist auch am Lochberg so. Dieses Gebirge mit seinen Bergkristallen erzählt uns einige Geschichten und seine eigene Geschichte. Dieser Berg wurde weit herum bekannt durch die ergiebigen Fundstellen für Kristallsucher (Strahler), die mit Hammer, Meissel und Sprengstoffen dem Berg zu Leibe rücken.

Die Schöllenenschlucht liegt zwischen den Gemeinden Göschenen und Andermatt. Durch die Schlucht fliesst die Reuss mit ihrer bekannten Teufelsbrücke. Die wilde Schlucht war seit alters ein nur schwer zu überwindendes Hindernis auf der Route über den Gotthardpass.
Sage zur ersten Teufelsbrücke. Einer Sage zufolge wurde die erste Teufelsbrücke vom Teufel errichtet. Die Urner scheiterten immer wieder an der Errichtung einer Brücke. Schliesslich rief ein Landammann ganz verzweifelt aus: Der Teufel soll die Brücke bauen! Kaum ausgesprochen, stand dieser schon vor der Urner Bevölkerung und schlug ihnen einen Pakt vor. Er würde die Brücke bauen und als Gegenleistung bekomme er die Seele desjenigen, der als erster die Brücke überquere. Nachdem der Teufel die Brücke gebaut hatte, schickten die schlauen Urner einen Geissbock über die Brücke. Der Teufel war über diesen Trick sehr erzürnt und holte einen haushohen Stein, mit dem er die Brücke zerschlagen wollte. Es begegnete ihm aber eine fromme Frau, die ein Kreuz auf den Stein ritzte. Den Teufel verwirrte das Zeichen Gottes so sehr, dass er beim Werfen des Steines die Brücke verfehlte. Der Stein fiel die gesamte Schöllenenschlucht bis unterhalb des Dorfes Göschenen hinab und wird seit daher „Teufelsstein“ genannt.
Über der Brücke prangt an der Felswand ein markantes Teufelsbild des Urner Malers Heinrich Danioth, geschaffen 1950 in Ölfarbe.

Die Albert-Heim-Hütte ist eine Berghütte in den südlichen Urner Alpen. Sie ist im Besitz der SAC-Sektion Uto. Die Hütte ist nach dem Alpenforscher und Geologieprofessor Albert Heim benannt, der seit 1888 Ehrenmitglied der SAC-Sektion Uto war. Die Hütte liegt auf 2'543 m und wurde am 22. September 1918 eingeweiht. Der Standort  südlich des Winterstocks und am Fusse des Tiefengletschers wurde aufgrund eines Vorschlages von Albert Heim ausgewählt. Der erste Bau war auf 18 Schlafplätze ausgelegt. Bereits 1936 wurde die Hütte erstmals auf 40 Schlafplätze erweitert. Die nächste Erweiterung folgte 1971 und 2018/19.

Tourenfotos September 2018

Aufstieg in Richtung
Albert-Heim-Hütte

Galenstock — Tiefengletscher
von etwa P.2395

Abstieg von etwa P.2480
zum markanten Stein

Weggabelung beim Markanten Stein
bei etwa P.2381

Aufstieg zur Winterlücke
bei etwa 2400 m

Aufstieg zur Winterlücke
von etwa P.2435

Aufstieg zur Winterlücke
bei etwa P.2600 m

Aufstieg zur Winterlücke
bei etwa P.2800 m

Aufstieg Westgrat zum Lochberg P.3074
von der Winterlücke

Aufstieg Westgrat zum Lochberg P.3074
von etwa 2950 m

Winterstock — Gletschhorn — Dammazwillinge — Tiefenstock — Vord- Hinterer Rhonestock — Dammastock
vom Lochberg P.3074

Winterlücke — Westgrat
vom Lochberg P.3074

Gratroute Lochberg von P.3074 über
P.3079 zu P.3039

Gratroute von P.3074
zu P.3079

P.3039 am Lochberg
von ewta P.2079

Göscheneralpsee — Müeterlishorn — Blauberg
vom Lochberg P.3039

Abstieg von P.3039 am Lochberg
zur Lochberglücke

Ostgrat am Lochberg P.3039
von Lochberglücke P.2814

Blaubergstock von
Lochberglücke P.2814

Abstieg von der Lochberglücke
nach Saas

Abstieg von der Lochberglücke
nach Saas

Sunnig Berg - Winterstock - Winterlücke
von etwa Saasegg

P.2314 und Gspenderboden
von etwa Saasegg

Saasegg und Winterstock
von ewta P.2314

Aufstieg: Vom Hotel Tiefenbach oder vom Parkplatz Tätsch, dem markierten und breiten Wanderweg über Trübenseeplanggen bis etwa P.2480 (unterhalb Albert-Heim-Hütte) folgen.
Nun etwa 100 Höhenmeter in östlicher Richtung (Saasegg) talwärts unter dem Sunnig Berg vorbei zum markanten Stein bei der Weggabelung (P.2381) Lochberglücke oder Realp.
Nun der weiss-blau markierten Route zur Lochberglücke folgen bis zur Verzweigung zur Winter- Lochberglücke etwa bei P.2435 (Stein mit gelben Punkt).
Auf teils sichtbaren Wegspuren mit diversen Steinmänner und zum Teil gelben Markierungen bis zur Winterlücke, zwischen Winterstock und Lochberg aufsteigen.
Von der Lücke zuerst dem Westgrat folgen bis an den Fuss eines Aufschwungs. Von den Couloirs über das nördlichste, im guten Fels zum Grat zwischen P.3074 und P.3079. Kurzer Aufstieg zu Lochberg- Gipfel P.3074.
Die Gratroute über den Hauptgipfel P. 3079 und über P.3039 zur Lochberglücke ist durch den Rückgang des Gletschers einiges anspruchsvoller geworden.
Vom Vorgipfel P.3074 zum Teil in gutem Fels dem Blockgrat oder in Nordflanke ausweichend zum Hauptgipfel bei P.3079. Weiter in der Nordflanke ausweichend und zum Teil über den kontinuierlich schwindenden, aber noch knapp vorhanden Gletscher (Rund Firn) bis an den Fuss des Nordwestgrates von P.3039. Hier lohnt es sich allenfalls in die Nordseite auszuweichen um hoch zum 3 Gipfel des Lochberg zu gelangen.

Abstieg: Über den Ostgrat zuerst flach, anschliessend etwas steiler zur Lochberglücke. Hier erreicht man die weiss-blau markierte Route vom Göschener Tal zur Albert-Heim-Hütte.
Denn Markierungen zur Albert-Heim-Hütte folgen bis hinunter zum markanten Stein bei der Weggabelung (P.2381) Lochberglücke oder Realp.
Hier muss man sich entscheiden für den Wiederanstieg zu P.2480 und zurück zum Hotel Tiefenbach, oder über P.2305 (Saasegg), P.2266 (Gspenderboden) zum Parkplatz Tätsch oder Hotel Tiefenbach.

Zum Lochberg P.3039 sind es rund 1100 Höhenmeter und etwa 4 bis 4½ Std.
SAC Schwierigkeitsgrad: WS = wenig schwierig.
Gratroute: ZS = ziemlich schwierig.

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