Schächentaler Windgällen (Höch Windgällen 2763 m) liegen im Kanton Uri.
Landeskarten der Schweiz 1:25 000 Nr. 1192 Schächental und Nr. 1172 Muotatal.

Swisstopo-Landeskarten - Schweizerische Eidgenossenschaft.

Die Glarner Alpen sind eine Untergruppe der Westalpen und erstrecken sich über ein grosses Gebiet zwischen dem Vorderrheintal im Süden und Osten sowie dem Pragelpass und Walensee im Norden.
Der höchste Gipfel mit 3614 Metern ist der Tödi. In Bezug auf landschaftliche Schönheit steht das Gebiet den berühmteren Berner Alpen und Walliser Alpen kaum nach. Die Glarner Alpen haben zudem den Vorzug, dass sie weniger besucht werden als die manchmal überlaufenen bekannteren Gebirgsgruppen der Westalpen.
Das Schächental ist ein Seitental der Reuss im Kanton Uri. Seinen Namen verdankt es dem Gewässer Schächen, das die Schmelzwasser der umliegenden Berge aufnimmt und sie zur Reuss und damit in den Vierwaldstättersee transportiert. Abgeschlossen wird das Tal durch den Klausenpass.
Unterschächen liegt im hinteren Teil des Tals. Im Norden bildet der Schächentaler Windgällen, im Osten der Klausenpass und im Süden der Gross Windgällen, die Ruchen und die Schärhörner markante Gemeindegrenzen.
Auf der nördlichen Seite des Schächentals erheben sich die beeindruckenden Felsklippen der Schächentaler Windgällen.
Dieser Gipfel ist einer der schönsten Aussichtspunkte nördlich der Klausenpassstrasse. Der von jeglicher Nachbarschaft isolierte Bergstock bildet die höchste Erhebung zwischen Schächental, Muotatal sowie Urner See. Doch leider ist er von keiner Seite aus leicht erreichbar. Auf Wanderwegen lässt er sich zwar gefahrlos umrunden, doch der nähere Zugang wird ringsum durch steile Wandstufen erschwert. Hier muss der Wanderer ausnahmsweise einmal hinter dem Bergsteiger zurückstehen.
Im Zentrum der Glarner Alpen erstreckt sich vom Gross Schärhorn bis zum Gemsfairenstock ein riesiges Eisfeld. Direkt gegenüber stehen die Schächentaler Windgällen. An klaren Tagen wird man sich kaum satt sehen können an dem im Gegenlicht gleissenden Firn um Schärhorn und Clariden, am weissen Dom des Tödi oder am Riesenzahn der Gross Windgällen. Dazu kommt der Blick ins Grün der Schächentalfurche und die Übersicht über alle Schwyzer und Glarner Vorberge bis hin zum unübersehbaren Glärnisch.

Empfehlenswert ist die Traversierung über den NW-Grat und die SO-Kante im IV Grad, eine in jeder Beziehung hervorragende Kletterroute. Über diese Route wird die Höch Windgällen selten bestiegen, als über die Normalroute (Südostgrat), die aber auch Kletterstellen im 2. Schwierigkeitsgrad aufweist.

Tourenfotos September 2004

Schächentaler Wingällen und Alpler Tor
von etwa Vorläubli (1691 m)

Schächentaler Wingällen und Alpler Tor
von Ober Stafel

Schächentaler Wingällen
und Alpler Tor

Schächentaler Wingällen
und Alpler Tor

Schärhorn und Windgällen-Südwand
vom Alpler Tor

Alp Ober Stafel
vom Nordwestgrat

Nordwestrat Schächentaler Windgällen
von etwa 2600 m

Nordwestgrat
Teils mit Borhacken versehen

Höch Windgällen
(Schächentaler Windgällen

Schärhorn von
Höch Windgällen

Abstieg über den SO-Grat
Blick Richtung Sali (Bisistal)

Südostgrat und Lägend Windgällen
von Höch Windgällen

Höch Windgällen SO-Grat
von Lägend Windgällen

Abstieg bei den
Lägend Windgällen

Lägend Windgällen


Lägend Windgällen
von Ruosalper Chulm

Aufstieg: Von Sali (Bisistal) über Ruosalplerwald — Unter Seeli — Vorläubli (1691 m) — Lochplanggen zur Alp Ober Stafel. Weiter über — P.1964 — P.1971 zum Alpler Tor. Fünfzig Meter unterhalb des Alpler Tor markante Felsrinne. In drei Seillängen auf den NW-Grat, und weiter zum Gipfel der Höch Windgällen.

Abstieg: über den Südostgrat zur Lägend Windgällen — P.2520 (Chäserturm) — Ruosalper Chulm und Ruosalp zum Sali.

Zum Gipfel sind es rund 1700 Höhenmeter und etwa 10 bis 11 Std. für die Rundtour.
SAC-Schwierigkeitsgrat: Felsklettern - Nordwestgrat IV und Südostgrat II.


Tourenfotos November 2015

Berglichopf und P.2622
von etwa Parkplatz Butzli

Unterer Felsrigel bei den
Schächentaler Windgällen

Schuttband oberhalb des
Felsriegels

Unter Band unterhalb der
Schächentaler Windgällen

Unter Band unterhalb der
Schächentaler Windgällen

Unter Band unterhalb der
Schächentaler Windgällen

Höch Windgällen
von etwa P.2537

Höch Windgällen
nach P.2537

Aufstieg zum Gipfelkreuz der
Höch Windgällen

Aufstieg zum Gipfelkreuz der
Höch Windgällen

Aufstieg zum Gipfelkreuz der
Höch Windgällen

Aufstieg zum Gipfelkreuz der
Höch Windgällen

Höch Pfaffen — Rossstock — Chaiserstock
von Höch Windgällen

Glärnisch — Bös Fulen — Ortstock
von Höch Windgällen

Lägend Windgällen
von etwa P.2535

von P.2535 — Lägend Windgällen
zu P.2519 — Lägend Windgällen

von P.2535 — Lägend Windgällen
zu P.2519 — Lägend Windgällen

Höch Windgällen von etwa
P.2519 (Chäserturm)

(Chäserturm) Abstieg bei den
Lägend Windgällen

(Chäserturm) Abstieg bei den
Lägend Windgällen

Abstieg zur
Ruosalper Chulm

Lägend Windgällen
von Unter Chulm

Aufstieg:Vor der Alp Mettener Butzli zweigt ein nicht markierter Pfad in Richtung des mächtigen Felskessel rechts vom Berglichopf ab. Er führt in ein Couloir in diesem Felskessel, das von unten kaum passierbar erscheint. Dieses Couloir kann ohne grosse Schwierigkeiten begangen werden. Nach dessen durchstieg erreicht man das erste Schuttband oberhalb des Felsriegel. Weiter auf sichtbaren Pfadspuren zum sogenannten Untere Band. Das Band begeht man am besten ganz dicht an den oberen Begrenzungsfelsen bis zu zur Schulter bei P.2537. Über fein splitteriges Geröll zur Gipfelwand der Höch Windgällen. In leichter Kletterei (teilweise mit Drahtseilen versehenden) den Gelben Punkten und Steigspuren folgen zum Gipfel.

Abstieg: Auf der Aufstiegsroute zurück zu P.2535. Auf der linken Seite an der Lägend Windgällen vorbei zu P.2519 (Chäserturm). Durch das Couloir hinunter zum Ruosalper Chulm P.2177. Auf dem Wanderweg über Bielen — Heidmanegg — P.1806 — Alt Stafel zur Alp Mettener Butzli.

Zum Gipfel sind es rund 800 Höhenmeter und etwa 3 bis 3,5 Std. und etwa 7 Std. für die Rundtour.
SAC-Schwierigkeitsgrat: BG = Berggänger, Felsklettern II.

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