Fluebrig (2093 m) liegt im Kanton Schwyz.
Landeskarte der Schweiz 1:25 000 Nr. 1153 Klöntal.

Swisstopo-Landeskarten - Schweizerische Eidgenossenschaft.

Dieser formschöne, meist bis weit in den Sommer hinein schneebedeckte Berg mit seinen drei markanten Gipfeln hat sicher den Hauptanteil am prachtvollen landschaflichen Rahmen ums Innenthal (Wägital).
Ein mächtiger Bergstock mit mehreren Gipfeln, Hochkarren und langen Gratarmen, mit schweren Felsbänken und steilen Grasplanggen breitet sich da zwischen dem hintersten Sihl- und dem hintersten Wägital aus.
Geographisch ist der Fluebrig in drei Gipfel aufgeteilt: Diethelm (2093 m, südwestlicher Punkt), Turner (2068 m, östlicher Punkt), und Fluebrig Nordgipfel, (auch Weiss-Rössli genannt, 2018 m).
Für den anspruchsvollen Kletterer sind hier keine Rosinen zu finden. Der Fluebrig kann im Frühling mit Skis gemacht werden, verlangt aber, wegen seiner Steilheit, absolut lawinensichere Verhältnisse.
Es befinden sich auch verschiedene Höhlen an diesen Gipfeln, die nach den Sagen in früheren Zeiten als Versteck für unermessliche Goldschätze dienten und nur einem Venetianer zugänglich waren. Auch Drachen und Geister sollen dort gehaust haben, um jeden zu zerschmettern, der nach dem funkelnden Edelmetall begehrte. Heute noch sollen Gebeine solch verwegener Goldsucher in den Höhlen herumliegen. Wer die Sprache und den Ursprung dieser Sagen zu deuten versteht, erkennt darin einen Sinn. Die Menschen der damaligen Zeit, besonders jene in den Berggegenden, waren noch viel mehr den Naturgewalten ausgeliefert und empfanden auch eine viel tiefere Ehrfurcht vor allem Übernatürlichen, Dämonischen und Geistigen. Gerade die vielen Sagen sind ein treffendes Spiegelbild der damaligen, vom Aberglauben belasteten Volksseele, die verständlicherweise noch nicht alles nach den heutigen Begriffen zu deuten vermochte.

Tourenfotos November 2004

Fluebrig vom
Wägitalersee

Fluebrig von
Stofel

Aufstieg zur
Fluebrigalp

Schiberg-Plattenberg-Brünnelistock
Zindlenspitz von Fluebrigalp

Turner von
Fluebrigalp

Diethelm und Weiss-Rössli
von P.1777

Erstes mit Ketten
versehenes Couloir

Diethelm
2092,7 m

Zweites mit Ketten
versehenes Couloir

Letzter Grat zum Gipfelkreuz
des Diethelm

Turner vom
Diethelm

Mutteristock und Ochsenkopf
vom Diethelm

Turner von etwa
P.1777

Schiberg - Plattenberg - Brünnelistock
Zindlenspitz von etwa P.1777

Zu wenig Schnee im Tal für eine Skitour, aber ab der Fluebrig Alp war Schneepflügen angesagt.

Touren-Tipp 1: Von Au am Südende des Wägitaler Sees zum Fläschlipass (vor der Passhöhe links ab bei 1369 m) — Fluebrigalp (1588 m) — zum Sattel zwischen Turner und Diethelm — weiter nach rechts zum Diethelm.

Abstieg: Gleich wie Aufstieg.

Bis zum Gipfel sind es rund 1120 Höhenmeter und etwa 4 Std.
SAC-Schwierigkeitsgrad: EB = Erfahrener Bergwanderer.

Rundtour-Tipp 2: Vom Ochsenboden am Ende des Sihltals zur Stafelwand — Waldhütte (1428 m) — Schwärmen (1579 m) — Obergross (1837 m) — Diethelm.

Abstieg: zum Sattel zwischen Turner und Diethelm — Fluebrigalp — Fläschlipass (1368 m) — Wisstannenplangg — Mattli — Ochsenboden.

Zum Fluebrig sind es rund 1100 Höhenmeter und etwa 4 Std.
SAC-Schwierigkeitsgrad: EB = Erfahrener Bergwanderer.


Tourenfotos Juni 2008

Nach dem Wisstannenbach
Richtung Gross Sienen

Aufstieg Richtung
Gross Sienen

Wändlispitz von Gross Sienen
bei etwa 1400 m

Wändlispitz im Aufstieg von der
Gross Sienen Richtung P.1728

Wändlispitz im Aufstieg von der
Gross Sienen Richtung P.1728

Diethelm 2092,7 m vom
Wändlispitz

Abstieg über den Ostgrat
Richtung P.1972

Abstieg über den Ostgrat
Richtung P.1972

Wändlispitz im Aufstieg zum Diethelm
etwa auf der Höhe von 1950 m

Aufstieg zum Diethelm
etwa auf der Höhe von 1950 m

Wändlispitz vom
Diethelm

Glärnisch, Mutteristock und Turner
vom Diethelm

Rundtour-Tipp 3: Vom Ochsenboden nach Mattli. Vor Mattli den Wisstannenbach überqueren um ohne jegliche Wegspuren Richtung Gross Sienen. Auf der Höhe von etwa 1825 m nun rechts halten in Richtung P.1728 um auf den Grat zu gelangen. Über diesen zum Gipfel des Wändlispitz.

Abstieg: Dem Ostgrat folgen zum Sattel (P.1972). Weiter zur Westseite des Diethelm queren. Über diese Westseite steigt man zum Gipfel des Diethelm.

Abstieg: Zum Sattel (P.2038) zwischen Turner und Diethelm. Nach Erreichen von P.2038 weiter dem Grat folgen zum Turner.

Abstieg: Zurück zum Sattel (P.2038). Nun in Richtung Fluebrig Nordgipfel (P.2018), bis etwa auf 1940 m absteigen. Wiederaufstieg zum Fluebrig Nordgipfel (P.2018).

Abstieg über die Fluebrigalp zum Fläschlipass — Wisstannenplangg — Mattli — zum Ausgangspunkt Ochsenboden.

Für die Rundtour sind es rund 1300 Höhenmeter und etwa 7 bis 8 Std.
SAC-Schwierigkeitsgrad: WS = wenig schwierig.

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