Gross Schinhorn (2939 m) und Unter Schinhorn (2897 m) liegen im Kanton Wallis
Landeskarten der Schweiz 1:25 000 Nr. 1270 Binntal und Nr. 1290 Helsenhorn.

Swisstopo-Landeskarten - Schweizerische Eidgenossenschaft.

Es muss nicht immer die Eigernordwand sein, oder die Viertausender im Wallis, wo im Sommer Hochbetrieb herrscht. Über dem Talort Binn liegt das Gebiet der Schinhörner. Wer diese ursprüngliche Berglandschaft am Ostrand der Walliser Alpen entdecken will, hat die Wahl zwischen spektakulären Wanderwegen und Hochgebirgstouren.
Höchster Gipfel der Schinhörner im Grenzkamm zwischen Wallis und Piemont ist das Gross Schinhorn mit seinen 2939 m. Der Gipfel besteht aus ein paar riesigen, ineinander verkeilten Felsblöcken.
Wer sich einmal eine genaue Übersicht über die Lage von Binn und seiner Umgebung verschaffen möchte, der sollte unbedingt das Grosse Schinhorn besuchen.
Das grossartige Panorama, auf einem nicht so hohen Berg lässt keine Wünsche offen, Italien liegt uns zu Füssen und auf Schweizerseite grüssen bekannte und imposante Gipfel, Hohsandhorn und Ofenhorn im Osten, Schwarzhorn und Scherbadung im Westen und die Berner Alpen im Norden.

Das Binntal ist ein kleines Paradies für Bergwanderer, die es gemütlich angehen wollen. Vor allem dank der wunderschönen Bergseen und der zum Teil wirklich eigenartigen Gesteinsformationen. Das Binntal ist sehr früh bekannt geworden durch die Strahlerei (Mineraliensuche). Seit dem 18. Jahrhundert ist das Tal für seine grosse Anzahl verschiedenster Mineralien bekannt. Viele Erstfunde sind im Tal gemacht und auch publiziert worden. Wer durchs Tal wandert, entdeckt oft auch glitzernde, farbenprächtige Steine und Kristalle. Vor allem die dort ansässige Grube Lengenbach ist ein bekannter Fundort für Minerale und ihre Varietäten. Sie gehört zu den zehn berühmtesten Mineralfundstellen und Typlokalitäten der Welt und ist seit dem 18. Jahrhundert bekannt. Bisher (Stand: 2011) konnten dort insgesamt 113 Minerale und 12 Varietäten nachgewiesen werden. Für 28 Minerale gilt Lengenbach zudem als Typlokalität wie unter anderem den Baumhauerit, den nach dem bekannten Schweizer Mineralfotografen und Experten der Lengenbachminerale Walter Gabriel benannten Gabrielit, die bisher nur in Lengenbach gefundenen Minerale Hatchit und Quadratit sowie den nach seiner Typlokalität benannten und ebenfalls bisher nur dort gefundenen Lengenbachit. Im gesamten Binntal konnten bisher 223 Minerale und 74 Varietäten nachgewiesen werden, davon 35 Typlokalitätminerale.[3] Es gibt geführte Exkursionen in die Berge, um Mineralien zu finden.

Tourenfotos August 2012

Aufstieg von Fäld
zum Mässersee

Mässersee


Aufstieg vom Mässersee
zum Hotäl

Aufstieg durch das
Hotäl

Aufstieg durch das
Hotäl

Mittelbergpass von etwa
P.2711

P.2878 von etwa
P.2812

P.2891 von etwa
P.2878

Unter Schinhorn — Gross Schinhorn — Kleines Schinhorn
von P.2891

Gross Schinhorn


Ofenhorn vom
Gross Schinhorn

Mittelbergpass — P.2891 — Mittelberg
vom Gross Schinhorn

Gratrote vom Gross Schinhorn
zum Unter Schinhorn

Rothorn — Schwarzhorn — Fleschhorn — Punta Gerla — Scherbadung — P.Cervadone
vom Gross Schinhorn

Gratrote vom Gross Schinhorn
zum Unter Schinhorn

Gratrote vom Unter Schinhorn
zum P.2712

Gratroute vom Unter Schinhorn
zum P.2712

Gratroute Unter Schinhorn
von etwa P.2712

Gratroute von etwa P.2712
zum Mässersee

Mässersee


Aufstieg: Von Fäld folgt man ganz bequem dem gut markierten und ausgeschilderten Wanderweg auf der rechten Seite des Mässerbachs zum Mässersee. Nach erreichen des Sees auf 2120 m, links um den ganzen See. Hier hält man sich südlich, folgt dem Wanderweg zur Anhöhe vor P.2147. Ein Steinmann markiert den Einstieg zum Hotäl in etwa Richtung P.2406. Es finden sich praktisch keine Wegspuren oder Markierungen mit Steinmännern durch das Hotäl. Am besten im Taleinschnitt zum namenlosen See auf 2711 m. Südlich um den See herum zum Mittelbergpass oder um den Mittelberg herum in etwa Richtung P.2878. Dem Südgrat folgen an P.2878 vorbei zu P.2894. Abstieg zum Mittelberpass (2826 m) und Aufstieg zum Gipfel Gross Schinhorn (2939 m).

Abstieg: Für den Abstieg gibt es mehrere Möglichkeiten: Weglos zum Wanderweg am Geisspfadsee, auf der Aufstiegsroute über den Mittelbergpass, oder über den Westgrat zum Unter Schinhorn (2896 m). Der Gipfel des Unter Schinhorn kann auch rechts (südlich) umgangen werden. Weiter über Felsblöcke und Geröll an P.2712 vorbei und so erreicht man wieder den Steinmann der den Einstieg zum Hotäl markiert. Ab hier auf dem markiertem und ausgeschilderten Wanderweg, am Mässersee vorbei zurück nach Fäld.

Zum Gross Schinhorn sind es rund 1500 Höhenmeter und etwa 4 bis 4,5 Std.
SAC-Schwierigkeitsgrad: WS - wenig schwierig.

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