Helsenhorn (3272 m) liegt im Kanton Wallis.
Landeskarten der Schweiz 1:25 000 Nr. 1290 Helsenhorn.

Swisstopo-Landeskarten - Schweizerische Eidgenossenschaft.

In den östlichen Walliser Alpen südlich der Rhone liegt das Helsenhorn, mit seinen 3'272 Metern die höchste Erhebung der Gemeinde Grengiols. Es befindet sich nahe der italienischen Grenze zwischen dem Hillehorn und dem Scherbadung. Der lange Grenzgrat zwischen der Schweiz und Italien, in dem dieser Gipfel liegt, weist vom Simplonpass bis zum Nufenenpass keine ganz hohen und bekannte Gipfel auf. Dennoch ist die Kette mit ihren Gipfeln um dreitausend ein Besuch wert. Die bekanntesten zwei Berge sind am ehesten noch der Monte Leone oder das Ofenhorn. Die ganze Kette gehört zu den Lepontinischen Alpen.
Die insbesondere im italienischen und französischen und nach SOIUSA benutzte Bezeichnung Lepontinische Alpen, umfasst die Gebirgszüge zwischen dem Simplonpass im Westen, dem Splügenpass im Osten und den oberitalienischen Seen im Süden.

Die klassische Route führt vom Heiligkreuz im Binntal zum Chummesee, Ritterpass und den Helsegletscher zum Helsenhorn. Der fortschreitende Klimawandel hat auch beim Helsegletscher sein Spuren hinterlassen. Heute ist er ein harmloses und weitgehend abgeschmolzenes Gletscherchen und in ein paar Jahren wird kaum noch etwas von ihm vorhanden sein. Die nächste Generation wird viele Alpengletscher überhaupt nur noch vom Hörensagen kennen. Das Helsenhorn ist ein sehr wenig besuchter Gipfel, doch für Liebhaber langer und wenig begangener Touren ein Argument für eine Besteigung. Das Panorama, das sich ausbreitet, wenn man den höchsten Punkt einmal erreicht hat, ist aus mehr als einem Grund etwas besonderes, denn für einen Gipfel um die dreitausend, breitet sich eine erstaunliche Fernsicht vor einem aus.
Die erste Besteigung erfolgte durch J. Weilenmann 1887.

Heiligkreuz: Diese Siedlung im Innern Lengtal liegt zum grössten Teil auf dem Gemeindegebiet von Grengiols. Das Maiensäss zwischen Chumme- und Chriegalpwasser besteht aus einfachen, zwischen 1611 und 1786 erbauten Häusern. Die nördlich des Chriegalpwassers befindlichen Gebäude, wie die Kapelle, die Talstation, der Werkseilbahn und die  Herberge Zum Schmuggler, stehen auf dem Gemeindegebiet von Binn. Die auf einem für das Goms ungewöhnlichen, kreuzförmigen Grundriss erbaute Wallfahrtskapelle des hl. Kreuzes stammt aus dem 3. Viertel des 17. Jahrhunderts. Der Hochaltar mit der Jahreszahl 1681 stammt wohl, wie die Seitenaltäre "Kreuzaufrichtung" und "Kreuzabnahme", aus einer Bildhauerwerkstatt des Untergoms. Im Chor befinden sich acht Votivbilder, welche als Dank für Gebetserhörungen gestiftet wurden. Am Chorgitter sind das Gommer-Wappen und die Jahrzahl 1703 angebracht. Die 1741 vom Kapuzinerhospiz Ernen als Geschenk erhaltenen Hl-Kreuz-Partikel förderten gewiss die Wallfahrt zur Kapelle. Sie gehört zu den am meisten besuchten Wallfahrtsorten des Goms. Auf Grund der vielen kleinen Häuser und Nutzbauten kann man annehmen, dass das Lengtal früher stark besiedelt gewesen ist.

Tourenfotos August 2012

Chummital und P.2392
vom Stausee Chummibort

Chummital und P.2146
von etwa P.2124

Aufstieg zu P.2392
von etwa P.2146

Aufstieg von P.2146
zu P.2392

Aufstieg von P.2392
zu etwa P.2853

Aufstieg von etwa P.2853
zu etwa P.3030

Aufstieg von etwa P.2853
zu etwa P.3030

Aufstieg von etwa P.2853
zu etwa P.3030

Turm (P.3228 m)


Helsenhorn vom
Südostgrat

Bortelhorn und Hillehorn
vom Helsenhorn

Gischihorn, Scherbadung und Schwarzhorn
vom Helsenhorn

Turm (P.3228 m) und Gratroute
vom Helsenhorn

Der weitgehend abgeschmolzene
Helsegletscher

Helsenhorn von etwa
P.2917

Abstieg von etwa P.2917
zur Wegmarkierung mit Steinmännchen

Wegmarkierung mit Steinmännchen
und Pfosten

Abstieg zu
P.2392

Chummital und Stausee Chummibort
von etwa P.2392

Chummital und P.2392
vom Stausee Chummibort

Aufstieg: Von Heiligkreuz (1472 m) folgt man dem markierten Weg über Gibelmatte (1774 m) nach Bodi (1997 m). Bei der Abzweigung in südlicher Richtung zum Stausee Chummibort. Nun geht es flach auf der linken Seite des Sees bis zuhinterst ins Chummital hinein zum P.2146. Südöstlich hinauf Richtung Ritterpass und dem kleinen Bergbach entlang bis etwa P.2853 m, oder dem markiertem Weg folgen bis zur ausgeprägten Wegmarkierung mit Steinmännchen und Pfosten. Hier in östlicher Richtung zum Rest des Helsegletschers aufsteigen. Der Gletscher reicht noch bis etwa 2950 Meter hinunter. Auf seiner rechten Seite über Geröll, teilweise mit Steinmännchen markiert, zu Punkt 3030 aufsteigen. Man geht weiter über den Gletscher, Geröll und Felsbrocken Richtung Osten (Steinmänner folgen), quert die Grenze und steigt dann ziemlich genau von Süden her Richtung Helsenhorn. Der kleine Turm (P.3228 m) kann westlich umgangen werden (sichtbare Pfadspuren) oder man steigt in seiner Westflanke hoch und folgt dem Südostgrat zum Gipfel.

Abstieg: Beim Abstieg geht man am besten auf Pfadspuren direkt den Hang hinunter und peilt den Gletscher an. Schneefelder vereinfachen den Abstieg über das Geröll bis zur ausgeprägten Wegmarkierung mit Steinmännchen und Pfosten. Nun dem markierten Weg folgen, der vom Ritterpass herunterkommt und zum Chummibortstausee führt. Vom Stausse weiter dem markierten Weg folgen nach Heiligkreuz.

Zum Helsenhorn sind es rund 1800 Höhenmeter und etwa 5,5 bis 6 Std.
SAC-Schwierigkeitsgrad: L - leicht.

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