Hohsandhorn (Punta del Sabbione 3182 m) liegt im Kanton Wallis
Landeskarten der Schweiz 1:25 000 Nr. 1270 Binntal.

Swisstopo-Landeskarten - Schweizerische Eidgenossenschaft.

Binn liegt in einem wildromantischen Seitental des Goms im Oberwallis. Das Binntal ist ein Naturparadies und vor allem für seine Mineralienfunde bekannt. Wanderer finden in dieser intakten Landschaft des abgeschiedenen Tals viele lohnende Ziele. Aber auch der Hochtourengeher findet in der Stille und Abgeschiedenheit dieser Gegend einsame und beeindruckende Gipfelziele.
Das Tal ist beinahe deckungsgleich mit dem Gebiet der Gemeinde Binn. Die Wirtschaft ist vom Tourismus und der Landwirtschaft geprägt. Ein Grossteil des Tales steht im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler der Schweiz.
Gräberfunde aus dem 5. Jh. v. Chr. lassen auf eine keltische Besiedelung schliessen. Die Gräberfunde sind zum Teil auch im Museum von Binn ausgestellt. Der Albrunpass war bereits zur Zeit der Römer ein wichtiger Übergang nach Italien, aber auch für die Handelstreibenden Oberwalliser ein relativ bequemer Übergang Richtung Süden. Es sind noch an vielen Stellen Reste dieser Handelsstrasse sichtbar, als stumme Zeugen vergangener Zeiten.
Bis zum Bau der Strasse in den Jahren 1936 bis 1938 erschwerte die enge Twingi-Schlucht unterhalb von Binn den Zugang ins Binntal. Aber das Tal und sein Dorf Binn auf 1400 m ü. M. sind erst seit dem Bau der wintersicheren Tunnel-Verbindung in den Jahren 1963 bis 1965 ganzjährig erreichbar.

Das Hohsandhorn, ein 3182 m hoher Gipfel an der schweizerisch-italienischen Landesgrenze, liegt zwischen dem Blinnenhorn und Ofenhorn, über dem schweizerischen Thäli- und Mittelberggletscher und dem italienischen Hohsandgletscher. Es werden ihm aber meist seine beiden Nachbarn Ofenhorn und Blinnenhorn ihrer freieren Aussicht wegen vorgezogen. Das Hohsandhorn ist ein lohnender und gut besteigbarer Gipfel, aber durch den Rückgang des Tälligletschers, wo vor einigen Jahren noch Seil, Pickel und Steigeisen über das Eis benötigt wurden, hinterlässt der Gletscher mühsame, schlecht verfestigte Schutthalden.

Das aussichtsreiche Hohsandhorn wurde bereits am 4 Juli 1877 bestiegen von Frederick Gardiner und Charles Pilkington mit den Führern Peter Kaufmann und Peter Knubel.

Tourenfotos August 2012

Aufstieg auf dem Wanderweg von
Fäld nach Chiestafel

Aufstieg auf dem Wanderweg von
Fäld nach Chiestafel

Ofenhorn von etwa
P.2098

P.2354 und P.2578
von etwa Lengi Eggen

P.2578 von etwa
P.2354

P.2578 und
Hohsandjoch

Hohsandhorn und Hohsandjoch
vom etwa P.2578

Mittlebergpass und Hohsandhorn
von etwa P.2700

Mittlebergpass und Hohsandhorn
von etwa P.2807

Hohsandhorn von etwa
3050 m

Hohsandhorn von etwa
3100 m

Ofenhorn und Ghiaccio del Sabbione
vom Hohsandhorn

Angolo del Tre Valli — Blinnenjoch — Blinnenhorn — Rothorn
vom Hohsandhorn

Abstieg vom Mittlebergpass
zum P.2578 m

Abstieg vom Mittlebergpass
zum P.2578 m

Hohsandhorn und Hohsandjoch
vom etwa P.2578

Binntal von etwa
P.2578

Aufstieg: Von Fäld (1519 m) folgt man dem Wanderweg auf der rechten Seite des Flusses Binna nach Chiestafel. Den Bach überqueren und auf dem Wanderweg in Richtung Mittleberghütte (2‘393 m). Auf der Höhe von etwa 2200 m geht es zuerst eben weiter Richtung Osten, dann immer leicht ansteigend zum Grasrücken oberhalb von P.2354. Diesem Rücken folgen um in den Nordhang des Tälli zu queren (Wegspuren). Oberhalb von P.2578 endet der Weg. Der See ist nicht mehr vorhanden, aber eine Schlammebene. Über Geröll an den nördlichen Rand dieser Ebene absteigen und dem Bach Richtung Tälligletscher folgen (Richtung Osten).
Bald zeigen Steinmännchen die Stelle an, wo man links in der Geröllflanke Richtung P.2807 aufsteigen muss. Im Schotter zum Beginn des Südgrates (nach P.2807) aufgestiegen. Auf dem Südgrat (Kletterstellen I) direkt zum Südwestrücken und über diesen leicht zum Gipfel.

Abstieg: Über den breiten Gratrücken zum Mittlebergpass. Je nach Ausaperung gilt es nach dem Pass noch eine kurze Felsstufe zu überwinden. Heikel wegen dem losen Fels aber nicht schwierig, etwa 15 m. Nach der Felsstufe gegen Westen, an einem namenlosen See vorbei zur Aufstiegsroute absteigen

Zum Hohsandhorn sind es rund 1700 Höhenmeter und etwa 6 Std.
SAC-Schwierigkeitsgrad: L - Leicht.

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