Eggerhorn (2503 m) und Holzjihorn (2987 m) liegen im Kanton Wallis
Landeskarten der Schweiz 1:25 000 Nr. 1270 Binntal.

Swisstopo-Landeskarten - Schweizerische Eidgenossenschaft.

Grösser könnte der Kontrast nicht sein. Das ganze Gebiet mit seinen Gipfeln auf der südlichen Seite des Binntals vom Ofenhorn bis zum Monte Leone ist felsig, aber die nördliche Seite ist ein langgezogener mit Gras geprägter Gratkamm, der vom Eggerhorn bis zum P.2834 am Holzjihorn reicht. Der lange Bergkamm ist eine lohnende, abwechslungsreiche und einsame Gratüberschreitung.

Das Eggerhorn ist ein wunderschöner Aussichtsberg im Binntal. Ein Grund für die Wertschätzung dieses grünen Gipfels ist seine leichte Ersteigbarkeit, sein landschaftlich eindrucksvoller Aufstieg, verbunden mit einer einzigartigen Aussicht auf die Binntaler Berge, Berner Alpen, Aletschgebiet und das Goms.

Das Holzjihorn ist ein schöner und einsamer Gipfel mit einer guten Aussicht. Dem Betrachter erscheint er als eigenständiger Gipfel; indes bildet er den erhabenen Abschluss eines langen Grates. Das Panorama ist hier vielleicht nicht ganz so wie auf dem benachbarten Ofenhorn oder auf dem Hohsandhorn, aber intimer, heimeliger und vielleicht sogar abwechslungsreicher. Im Osten dieses Gipfels liegt die lange Kette mit Mittaghorn, Rappehorn, Ober Rappehorn und Turbechopf

1964 hat sich die Gemeinde Binn entschlossen, einen Teil ihres Gebietes unter Naturschutz zu stellen. Dank diesem nicht alltäglichen Entscheid präsentiert sich das Binntal heute so wie es nun ist, als eine einigermassen noch intakte Landschaft.

Im Jahre 2002 starteten die Gemeinden Binn, Ernen und Grengiols das Projekt «Landschaftspark Binntal». Neun Jahre später und erweitertet um die Gemeinden Bister, Blitzingen und Niederwald erhielt der Landschaftspark Binntal im September 2011 definitiv das Label «Regionaler Naturpark von nationaler Bedeutung». Der Landschaftspark Binntal ist damit der erste regionale Naturpark des Kantons Wallis.

Was ist ein Regionaler Naturpark? Der Landschaftspark Binntal ist ein «Regionaler Naturpark von nationaler Bedeutung» nach den Kriterien des schweizerischen Natur- und Heimatschutzgesetzes (NHG). In den Regionalen Naturpärken werden der Schutz und die Pflege wertvoller Lebensräume und besonders schönen Landschaften mit der wirtschaftlichen Entwicklung verknüpft. Landwirtschaft, Tourismus und Gewerbe sollen von den landschaftlichen Vorzügen profitieren, diese aber gleichzeitig schonend behandeln. Ziel ist ein harmonisches Gleichgewicht zwischen Erhaltung und Entwicklung. Die Richtung der Entwicklung wird von den Einwohnern des Parks gesteuert. Sie werden deshalb aktiv in den Prozess einbezogen. Die Pärke helfen mit, die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Eigenständigkeit der Gemeinden und Regionen auch in Zukunft abzusichern.

Im Mai 2005 haben sich die Trägerschaften der Pärke und Parkprojekte von nationaler Bedeutung zum «Netzwerk Schweizer Pärke» zusammengeschlossen. Ziel ist der gemeinsamer Auftritt dank eines nationalen Labels «Schweizer Pärke», koordinierte Marketing und Werbeaktionen sowie die nationale und internationale Vernetzung und der Wissenstransfer unter den Pärken und Parkprojekten.

Tourenfotos August 2012

Eggerhorn von etwa
Schafgale

Eggerhorn von etwa
P.2460

Schafgale und Chlis Fülhorn
vom Eggerhorn

Chlis Fülhorn


Grosses Fülhorn vom
Schweifegrat

P.2834 und P.2756
von etwa P.2687

P.2834 von etwa
P.2756

P.2834 von etwa
P.2716

Verbindungs-Grat vom
P.2834 zum Holzjihorn

Holzjihorn von
P.2834

Mittaghorn — Rappehorn — Ober Rappehorn
vom Holzjihorn

Holzjihorn im
Abstieg

Gratroute und P.2834
im Abstieg vom Holzjihorn

Gratroute und P.2834
im Abstieg vom Holzjihorn

Gratroute und Holzjihorn
von etwa P.2793

Gandhorn, Fäldbachtal
von etwa P.2793

Holzjihorn und Fäldbachtal
von etwa Binnergale

Aufstieg: Von Fäld dem markiertem Wanderweg folgen über P.1475 — P.1657 — P.1817 (Nacke) — P.2057 — Sännewäg — P.2023 — P.2130 (Sattulti) — P.2218 — P.2460 und über den breiten Grasrücken zum höchsten Punkt des Eggerhorns.
Zurück zu P.2460 und dem Bergweg (Richtung Osten) über Schafgale zum Chlis Fülhorn (2544 m) folgen.
Vom Gipfel des Chlis Fülhorn dem langen mit Gras geprägtem Gratkamm (Schweifegrat) folgen und zum Schluss über Geröll zum Grosses Fülhorn (2678 m).
Zum Holzjihorn nun weiter dem Gratrücken oder einige Höhenmeter tiefer dem Bergweg bis zu P.2716 folgen. Nun weglos, zum Teil sichtbare Pfadspuren, über Gras und Geröll zum höchsten Punkt Holzjihorn (2986,6 m).

Abstieg: Zurück auf der Aufstiegsroute bis etwa P.2793. Der Abstieg für die Rundtour erfolgt anschliessend auf der Nordseite, weglos Richtung Fäldbach (P.2362). Hier folgt man am besten dem markierten Bergweg über P.2210 (Schene Biel) - Binnergale - P.1805 (Chälmatten) nach Fäld zurück.

Zum Holzjihorn sind es rund 1600 Höhenmeter und etwa 6 bis 6,5 Std.
SAC-Schwierigkeitsgrad: T4 = Alpinwandern.

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