Monte Leone (3553,4 m) liegt im Kanton Wallis
Landeskarten der Schweiz 1:25 000 Nr. 1289 Brig und Nr. 1309 Simplon.

Swisstopo-Landeskarten - Schweizerische Eidgenossenschaft.

Der Monte Leone ist der bekannteste Gipfel am Simplonpass. Der Pass verbindet das Rhonetal im Kanton Wallis mit dem Val d'Ossola in der italienischen Provinz Verbano-Cusio-Ossola. Hier oben am Simplonpass gibt es keine grossen Ferienorte, nur die verstreuten Alphütten. Am Wochenende, wenn die LKW-Transporte zwischen Brig und Domodossola stillstehen, herrscht in der Umgebung des Passes eine Atmosphäre der Stille.
Der Monte Leone ist mit 3553,4 m der höchste Berg der Lepontinischen Alpen. Die im Italienischen und Französischem benutzte Bezeichnung ,,Lepontinischen Alpen¨ umfasst die Gebirgszüge zwischen dem Simplonpass im Westen, dem Splügenpass im Osten und den oberitalienischen Seen im Süden. Heute wird das Gebiet der Lepontinischen Alpen an den Hauptverkehrswegen mehrfach unterteilt. Zwischen Tessiner Alpen und Adula Alpen. bilden der Gotthardpass und das Valle Leventina die Trennlinie. Die Monte-Leone-Sankt-Gotthard-Alpen umfassen die Berge von der Monte-Leone-Gruppe bis zum Gotthardmassiv. Es gibt aber auch eine Unterteilung die sich an geologischen und orografischen Gesichtspunkten orientiert.

Der Monte Leone ist der höchste Gipfel der Leonegruppe. Auf der anderen Seite des Simplonpasses erhebt sich mit dem Fletschhorn (3993 m) jedoch der erste Gigant der Westalpen. Nach Westen fällt der Monte Leone mit dem Chaltwassergletscher Richtung Simplonpass ab, der etwa fünf Kilometer westlich liegt; auf der Südseite liegt der Alpjergletscher. Nach Osten fällt er mit einer über 1000 m hohen Felswand zum Lago d`Avino ab.

Die Erstbesteigung des Monte Leone fand im Juli 1859 durch einige Schweizer Offiziere statt. Der Südwestgrat und der Südgrat sind Grenzgrate, die die Schweiz von Italien trennen. Wie so oft erweist sich der Aufstieg über die Grate als einfachste Variante. Um die ganze Schönheit dieser Tour zu haben, beginnt der Zustieg zum Südwestgrat bei P.3404. Die Überschreitung des Monte Leone erlaubt die Betrachtung seines Gipfels aus aller Nähe. Der Grat bietet zwar einige schöne Kletterstellen, aber sie sind relativ kurz. Mit ein wenig Ausgesetztheit und schwindelerregenden Ausblicken in die Tiefe bietet er doch noch einiges. Genau wie der Nachbargipfel, das Wasenhorn, bietet auch der Monte Leone eine grossartige Aussicht in die Berner Alpen und Richtung Italien.

Tourenfotos August 2007

Breithornpass, Breithorn und
Hübschhorn-Nordgrat von P.2162

Breithornpass und Breithorn
von P.2354

Breithornpass und Homattugletscher
von unterhalb Homattupasses

Wasenhorn vom
Homattugletscher

Simplonpass vom
Homattugletscher

Monte Leone vom Breithornpass
bei etwa 3360 m

Monte Leone Südwestgrat und
Südgrat vom Alpjergletscher

Südwestgrat vom
Monte Leone

Breithorn und Breithornpass
vom Monte Leone

Abstieg über den Sütgrat
des Monte Leone

Abstieg über den Sütgrat
des Monte Leone von etwa P.3320

Breithornpass von
P.3320 am Südgrat

Aufstieg: Vom Simplon-Hospitz auf Wegspuren zu P.2354 unterhalb vom Nordgrates des Hübschhorns. Den Wegspuren und Steinmännern folgen Richtung Hornmattupass (2867 m). Unterhalb des Passes nach links wenden Richtung Hormattugletscher. Etwa ab der Ebene 2600 m sind zusätzlich grüne Markierungen gut zu finden, die zum Gletscheranfang führen. Über den Gletscher ansteigen zum Breithornpass auf etwa 3360 m (der den Monte Leone vom Breithorn trennt). Vom Pass über den Alpjergletscher Richtung P.3356 zum Beginn des Felsgrates queren. Nun über den wenig schwierigen Grat (Kletterstellen II) zum Gipfel des Monte Leone klettern.

Abstieg: Der Abstieg für die Rundtour erfolgt anschliessend über den leichteren Südgrat. Über den Sütgrat absteigen bis zum Sattel bei P.3320. Den Alpjergletscher queren in Richtung Breithornpass und auf der Aufstiegsroute zurück zum Simplon-Hospitz.

Zum Monte Leone sind es rund 1550 Höhenmeter und etwa 5 Std. und etwa 9 Std. für die Rundtour.
SAC-Schwierigkeitsgrad: L = Leicht für den Südgrat (Normalroute).
WS+ II Felsklettern = wenig schwierig für Südwestgrat.

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