Schwarzstöckli (2384,8 m), Gufelstock (2436 m) und Schilt (2299,6 m)
liegen im Kanton Glarus.
Landeskarten mit Skirouten: 1:50 000 Nr. 237 S Walenstadt.

Swisstopo-Landeskarten - Schweizerische Eidgenossenschaft.

Durch seine zentrale Lage zwischen dem Murgtal und dem Linthtal erlaubt das Schwarzstöckli beliebig viele Varianten und Zugänge zu seinem Kulminationspunkt. Die wunderschöne Aussicht auf dem Gipfel, hinunter zu den Murgseen oder zu den bekannten Glarner Berggipfeln Schilt und Fronalpstock, aber auch der Zustieg durch eine wunderschöne Berglandschaft, dies alles bietet dieser unscheinbare Berggipfel.

Abseits des Rummels um Schilt und Schwarzstöckli bietet der Gufelstock Ruhe und Einsamkeit. Er ist der höchste Gipfel im Grat Schwarzstöckli — Gufelstock, der über Breitchamm — Güntelchamm — Chämmli Richtung Engi ausläuft. Der Gufelstock ist ein schöner Aussichtspunkt, aber skifahrerisch wenig lohnend. Dank der Geländestruktur ist es möglich, auch das zu lösen. Wer sich also an diesen Gipfel machen will, muss eine gewisse Ausdauer unter Beweis stellen.

Ein Gufel ist eine Mulde oder Höhle, wo das Vieh - und die Hirten - bei Unwetter Schutz finden. Das Wort war in der Glarner Mundart bis in die neueste Zeit im Gebrauch.

Unauffällig dagegen gibt sich der breitstirnige Schilt, dessen abgeflachte, weit gegen das mittlere Linthtal vorgeschobene Gipfelkuppe wenig Eindruck macht. Eigentlich sind es drei Erhebungen auf dem grosszügigen Schilt-Plateau. Als Schilt wird Punkt 2299,1, der mittlere Gipfel bezeichnet, die Siwellen östlich davon sind ein paar Meter höher. Das Tristli ist das westliche Ende des Plateaus, das anschliessend in Steilstufen über Schlafstein und Rässegg ins Tal abfällt. Eine Skitour auf den Schilt gehört auch heute noch zu den absoluten Skitourenklassikern der Ostschweiz. Die Aussicht von dort oben zu Glärnisch, Tödi, Hausstock, Kärpf und vielen weiteren Gipfeln lassen einen die Zeit vergessen.

Der Schilt wurde erstmals 1893 im Winter bestiegen und gilt bis heute als der erste mit Skiern bestiegene Schweizer Berg. Christoph Iselin und Jacques Jenny, Mitglieder des Skiclubs Glarus, bestiegen den Schilt damals in einem Zug von Glarus über die Fronalp. Sie wiederlegten damit die damals noch vorherrschende Meinung, dass Berge nur im Sommer bestiegen werden könnten. Im selben Jahr wurden verschiedene Glarner, Bündner und Berneroberländer Berge mit Skiern erfolgreich bestiegen.

Tourenfotos April 2007

Siwellen und Schilt
von etwa P.1866

Siwellen und Schilt
von etwa P.2062

Rotärd von etwa
P.2062

Wisschamm und Schwarzstöckli
vom Rotärd

Schwarzstöckli vom
Wisschamm bei P.2348

Gufelstock vom
Schwarzstöckli

Schwarzstöckli vom
Gufelstock

Gufelstock von
Walenfessis

Abfahrtsroute Gufelstock
nach Ober Mürtschen

Rotärd von
Unter Glotel P.1890

Bützi Stock


Schilt von
Rotärd P.2216

Glärnisch vom
Schilt

Abfahrtsroute vom Schilt
nach Färistock

Rundtour-Tipp: Ausgangspunkt ist Unter Stafel auf 1330 m. Zuerst dem Alpsträsschen folgen nach Mittel Staffel. Zuerst ostwärts, später schwenkt man nach rechts ab und steigt südwärts über Chlusen und Färiboden zum Wegweiser Charen bei P.2062 (Rettungsschlitten). Hier Richtung Siwellen Ost halten und zum Rotärd P.2216. Südwärts weiter dem Wiss-Chamm folgen bis zum Schneeloch (P.2306), von dort zum Gipfel des Schwarzstöcklis. Vom Schwarzstöckli abfahren auf die Terrasse von Walenfessis und über die Nordostflanke zum Gipfel des Gufelstocks.

Abfahrt: Nach Wallenfessis zurück fahren und Richtung Alp Mürtschen queren. Hier wieder anfellen und nach Rotärd aufsteigen. Vom Wegweiser Siwellen Ost bei P.2224 auf der Südseite des Siwellengrates zu P.2241 queren. Von hier in kurzer und sanfter Steigung zum geräumigen Gipfeldach des Schilts. Richtung Wegweiser bei P.2241 abfahren und auf der Westseite des Siwellen vorbei zu P.2062. Hier auf der Aufstiegsroute zurück zum Ausgangspunkt der Skitour.

Für die Rundtour sind es rund 1700 Höhenmeter und etwa 7 bis 8 Std.
SAC-Schwierigkeitsgrad: MS = mittlerer Skifahrer.

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