Pizol (2844 m), Schwarze Hörner (2645 m) und Gamidauerspitz (2309 m)
liegen im Kanton St.Gallen.
Landeskarten mit Skirouten 1:50 000 Nr. 237 S Walenstadt und Nr. 247 S Sardona.

Swisstopo-Landeskarten - Schweizerische Eidgenossenschaft.

In der Einteilung des SAC wird der Begriff der ,,Glarner Alpen¨ für das Gebiet rund um Glarus verwendet. Sie sind eine Untergruppe der Westalpen und erstrecken sich zwischen dem Vorderrheintal im Süden, dem Rheintal im Osten, dem Walensee und dem Pragelpass im Norden, sowie dem Tal der Reuss im Westen. Optisch gesehen stellen die 3500 Quadratkilometer grossen Glarner Alpen eine einheitliche Gebirgsmasse dar, geologisch und auch geografisch herrscht hier jedoch eine fast schon verwirrende Vielfalt vor. Der Tödi ist der unübersehbare Mittelpunkt der Glarenr Alpen. Der südwestliche Teil der Gebirgsgruppe um den Pizol und den Hausstock sind jedoch bereits Teil der Bündner Alpen. Eine einheitliche Einteilung für die Glarner Alpen existiert allerdings nicht. Anteil an den Glarner Alpen haben die Vier Kantone Glarus, St.Gallen, Graubünden und Uri.

Ein beliebtes Ziel unter den Skitourenfahrern ist der Pizol, der höchste Gipfel welcher vollständig im Kanton St.Gallen liegt. Bei guten Wetter- und Schneeverhältnissen darf man hier an diesem Gipfel an Wochenenden und auch unter der Woche immer mit vorhandenen Spuren rechnen.
Die Gipfelgruppe im Sarganserland rund um den Pizol ist auch als Graue Hörner bekannt von denen der Pizol in der Mitte steht. Im Süden der Gruppe befindet liegt das Calfeisental, im Nordwesten das Weisstannental und im Osten das Taminatal. Die dem Pizol benachbarten Gipfel sind die Lavtinahörner und der Hochwart im Norden, die Wildseehörner im Nordosten, das Zanaihorn im Südosten sowie das Sazmartinhorn im Südwesten. Auf der Ostseite des Gipfels befindet sich der kleine etwa 400 Meter lange Pizolgletscher. Der Berg besteht aus brüchigem Verrucano und hat das Aussehen eines wuchtigen, erodierten Felsklotzes mit zwei Gipfeln, von denen der Ostgipfel mit dem Gipfelkreuz der höhere ist. Der Pizol wurde erstmals am 15. August 1864 durch Emil Frey-Gessner bestiegen

Der Gamidauerspitz am Eingang zum Weisstannental ist sicher kein Geheimtipp mehr, wird im Winter aber bei weitem nicht so häufig bestiegen wie die ihm nordöstlich vorgelagerte Kuppe des Garmils, was an den doch recht weiten und mühsamen Zustiegswegen von Mels, dem Weisstannental oder über die Schwarzen Hörner liegen dürfte. Die Aussicht zum Pizol, den Churfirsten, ins Sarganserland, ins Rheintal, und Weisstannental ist sehr beeindruckend.

Im 18. Jahrhundert pilgerten die Wangser mit Kreuz und Fahnen zum Gamidaurspitz, um der im Sarganserland wütenden Pest zu entkommen.

Tourenfotos Januar 2011

Wildseehörner und Wildseeluggen
von der Pizolhütte

Pizol und Lavtinahörner
von Wildsee

Pizol von etwa
P.2571

Pizol- Vorgipfel
von etwa P.2789

P.2789 und Vorgipfel
vom Pizol

Wildseeluggen und Pizolgletscher
vom Pizol

Aufstiegs Couloir zu P.2602
von etwa Bölli

Aufstiegs Couloir
zu P.2602

Schwarze Hörner
von etwa P.2602

Baseggla P.2456
von P.2602

Schwarze Hörner und Schwarzplangggrat
von P.2456 am Baseggla-Rücken

Gamidauerspitz von P.2456
am Baseggla-Rücken

Gamidauerspitz vom
Baseggla-Rücken

Unter Vermii vom
Gamidauerspitz

P.2456 Baseggla-Rücken
vom Gamidauerspitz

P.1746 Fürggli von
Unter Vermii

Aufstieg: Von der Bergstation Pizolhütte über Twärchamm (P.2303) zur Wildseeluggen (P.2493). Nun in die Senke des Wildsees absteigen. Südwärts auf der rechten Seite des Pizolgletschers hinauf in die Gratsenke südlich des Gipfels. Zu Fuss zum Ostgipfel mit dem Gipfelkreuz.

Abfahrt: Auf der Aufstiegsroute bis nach Bölli kurz vor dem Twärchamm.

Aufstieg: Nun Leicht nach rechts in das linke Couloir, durch dieses hoch zu P.2602. Nach Norden querend bis zum P.2456 auf dem Baseggla-Rücken (Steinmännchen). Weiter über den Baseggla-Rücken zum Gamidauerspitz.

Abfahrt: Über den Nord-Osthang hinunter nach Unter Vermii.

Aufstieg: Von Unter Vermii Richtung Osten zur Lücke Fürggli (P.1746) aufsteigen

Abfahrt: Über den Osthang hinunter bis Gampidells. Von dort auf dem Forstweg bis zur Mittelstation der Pizolbahn bei Garschlu. Weiter auf der offiziellen Piste nach Wangs.

Für die Rundtour sind es rund 1300 Höhenmeter und etwa 7,5 bis 8 Std.
Schwierigkeitsgrad: GA = guter Skifahrer.

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