Wissgandstöckli (2488 m) liegt in den Kantonen St. Gallen und Glarus.
Landeskarten mit Skirouten 1:50 000 Nr. 237 Walenstadt und Nr. 247 Sardona.

Swisstopo-Landeskarten - Schweizerische Eidgenossenschaft.

Das Wissgandstöckli ist ein 2488 m hoher Berg in den Glarner Alpen. Die Glarner Alpen sind eine Untergruppe der Westalpen und erstrecken sich über ein grosses Gebiet zwischen dem Vorderrheintal im Süden und Osten sowie dem Walensee im Norden und dem Klausenpass im Westen. Das Wissgandstöckli liegt auf der Grenze zwischen den Kantonen Glarus und St. Gallen. Es ist auf dem üblichen Zustieg garantiert kein Geheimtipp mehr und längst zu einem Skitourenklassiker geworden. Trotzdem erlebt man hier viele einsame Momente inmitten einer aussergewöhnlich schönen Gebirgslandschaft mit dem Zindlenspitz als Mittelpunkt.
Neben dem kürzesten Zugang von der Flumserberger Maschgenkammbahn über die flachen Hänge unterhalb von Wissmilen und Spitzmeilen hat es auch noch weitere anspruchsvollere Zugänge zum Wissgandstöckli: vom Weisstannental, vom Schilstal ob Flums oder vom Chrauchtal ob Matt.
Das Dorf Matt liegt im Sernftal an der Sernf, dem rechten Nebenfluss der Linth und ist eine ehemalige politische Gemeinde des Kantons Glarus. Sie wurde im Rahmen der Glarner Gemeindereform auf den 1. Januar 2011 mit den Gemeinden Betschwanden, Braunwald, Elm, Engi, Haslen, Linthal, Luchsingen, Mitlödi, Rüti, Schwanden, Schwändi und Sool zur neuen Gemeinde Glarus Süd zusammengelegt.
Die erste urkundliche Erwähnung von Matt, damals ein Landgut namens Mattun, ist im Jahr 1273 belegt. Der Ortsname leitet sich von seiner ursprünglichen Bedeutung Wiese ab.
Im Jahr 1799 zog General Suworow mit seiner Armee auf ihrem Weg über den Panixerpass durch Matt.
Die längere und teilweise anspruchsvollere Tour durch das Chrauchtal auf das Wissgandstöckli, der Wasserscheide zwischen Chrauch- und Weisstannental, bietet gut geneigte Abfahrten genauso wie weite einsame Hochebenen und einen aussichtsreichen Gipfel.
Das Auengebiet Chrauchtal ist durch seinen Artenreichtum in Flora und Fauna sowie wegen seiner landschaftlichen Schönheit von nationaler Bedeutung.

Tourenfotos Januar 2011

Aufstieg durch das Chrauchtal
nach Stäfeli

Aufstieg durch das Chrauchtal
nach Stäfeli

Wissgandstöckli von etwa
Stäfeli

Vorder Winggelhütten und
Hinter Winggelhütten

Wissgandstöckli von etwa
Glattboden (P.1684)

Wissgandstöckli nach
Glattboden (P.1684)

Wissgandstöckli von etwa
Märenegg

Aufstieg zum Wissgandstöckli
nach Märenegg

Aufstieg zum Wissgandstöckli
nach Märenegg

Wissgandstöckli
vom Westgrat

Fuggstock — Gulderstock — Guldergrat — Heustock — Magerrain — Wissmilen — Spitzmeilen
vom Wissgandstöckli

Aufstieg: Von Matt erreicht man durch das Chrauchtal auf der Alpstrasse Stäfeli (P.1285), später die Vord- und Hinter Winggelhütten. Nun nach Stafel, dort steigt man durch ein Waldschneise über Glattboden (P.1684) bis 35° steil zur Märenegg (P.2132). Von der Märenegg direkt zum Gipfel, dabei immer etwas in den nördlich des Westgrates gelegenen Flanken halten.

Abfahrt: Gleich wie Aufstieg über Märenegg und Glattboden ins Chrauchtal, dann auf Strässchen und zuletzt auf der Weissenberg-Schlittelbahn nach Matt.

Zum Wissgandstöckli sind es rund 1600 Höhenmeter und etwa 4,5 bis 5 Std.
SAC-Schwierigkeitsgrad: GS = guter Skifahrer.


Besucht man das Wissgandstöckli von der Bergstation Maschgenkamm aus, könnte man diese Skitour als Skiwandern bezeichnen, denn spektakuläre Hänge sucht man hier vergebens. Doch über das weite Alpgelände zu gleiten, hat auch seinen Reiz. Um die Skitour abwechslungsreicher zu gestalten, empfiehlt sich, die Wissmilen und die Spitzmeilen in die Tour einzubeziehen. Alle drei Gipfel zusammen bieten dann eine längere und anspruchsvollere Skitour. Bei guter Fernsicht bieten alle drei Gipfel ein eindrückliches Panorama in Richtung Süden. Da stehen der Piz Segnas, mit dem Tödi der höchste Glarner, Clariden und Glärnisch. Bei sehr guten Verhältnissen zeigen sich sogar das Lauteraarhorn und das Schreckhorn.

Tourenfotos April 2006

Wissmilen von etwa
Bäll

Spitzmeilen — Wissmilen
von etwa Madseeli

Spitzmeilen von etwa
oberhalb Madseeli

Wissmilen vom
Sattel

Spitzmeilen vom
Wissmilen

Wissgandstöckli
Wissmilen

Spitzmeilen von
Schönbüelfurggel

Plateau Schaffans — Wissgandstöckli
von Schönbüelfurggel

Orni — Hüendri — Guli — Walchmann
von etwa P.2373

Grat zum Wissgandstöckli
von P.2373

Wissgandstöckli von etwa
P.2373

Wissmilen - Spitzmeilen
vom Wissgandstöckli

Punkt 2203 von
P.2373

Wissgandstöckli von
oberhalb P.2159

Punkt 2203 von
Schönbüelfurggel

Plateau Schaffans — Wissgandstöckli
von etwa P.2203

Aufstieg: Von der Bergstation Maschgenkamm nach Panüöl Fursch (P.1792) abfahren. Über First am Madseeli vorbei, zum tiefsten Punkt des Verbindungsgrates zwischen Spitzmeilen und Wissmilen. Auf dem Grat westwärts zum Kulminationspunkt des Wissmilen.

Zurück zum Sattel und auf der Südseite die Spitzmeilen umgehen, um den Südostgrat zu erreichen. Links haltend zum Couloir auf der Ostseite aufsteigen (Skidepot). Zu Fuss durchs Couloir auf den Gipfel, je nach Schneeverhältnissen Steigeisen und Pickel erforderlich.

Zurück zum Skidepot und nach Schönbüelfurggel (P.2206) abfahren, wieder anfellen, denn hier beginnt der Wiederaufstieg über Schaffans. Zuerst hält man sich gegen die Fansfurggla, steigt dann aber nach rechts abschwenkend zur Gratvertiefung P.2373. Anschliessend auf der rechten Seite dem Grat folgend zum Wissgandstöckli.

Abfahrt: Zurück zur Gratvertiefung P.2373 und über Schönbüelfurggel — Band zu P.2203. Weiter über Mad, oberhalb der Spitzmeilenhütte vorbei Richtung Bäll, hier leicht rechtshaltend nach Panüol Fursch (P.1792).

Nach gemütlichem Kaffeehalt in der Alpwirtschaft weiter über Plattis — Panüöl — Station Protalp und Tannenbodenalp zum Ausgangpunkt der Tour zurück.

Für die Rundtour sind es rund 1000 Höhenmeter und etwa 7 bis 8 Std.
SAC-Schwierigkeitsgrad: GS = guter Skifahrer.

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