Brisen (2404 m) und Glattegrat (2191 m) liegen in den Kantonen Uri und Nidwalden.
Landeskarten mit Skirouten 1: 50 000 Nr. 245 S Stans.

Swisstopo-Landeskarten - Schweizerische Eidgenossenschaft.

Der Brisen mit seiner unverkennbaren Pyramidengestalt ist ein Gipfel in den Zentralschweizer Voralpen. Er ist der höchste Gipfelstock im Vorfeld der Urner Alpen und prägt das ganze Gebiet. Er liegt auf der Grenze der Kantone Uri und Nidwalden. Er ist nur durch einen 70 Meter tieferen Sattel vom Hoh Brisen (2'413 m) getrennt und somit eigentlich eher dessen Nebengipfel, was jedoch aufgrund der unterschiedlichen Erreichbarkeit nicht so wahrgenommen wird.
Von diesem Gipfel der ersten Reihe bieten sich beeindruckende Aussichten in die Urirotstockgruppe direkt gegenüber, die fernen Viertausender der Berner Alpen, zur Glärnischkette oder in die Voralpenlandschaft ringsum mit dem Vierwaldstätter See .

Der Brisen und der Glattegrat sind beliebte Skitourenziele, weit herum bekannt und daher entsprechend oft überlaufen. Aber von beiden sind zahlreiche Weiterfahrt-Varianten möglich.
Durch die Verbindung mit der Transportbahn ist es eine Tour mit etwa 1700 m Aufstieg und etwa 2500 Höhenmetern zum hinunter fahren.

Das Brisenhaus wird vom der Sektion Pilatus des Schweizer Alpen-Clubs unterhalten und liegt auf der Beckenriederalp am Nordwestfuss des Risetenstocks (2'290 m) und des Glattegrats.

Niederrickenbach (beziehungsweise Maria-Rickenbach) ist der bevölkerungsmässig kleinste Teil der politischen Gemeinde Oberdorf im Kanton Nidwalden.
Es liegt an einem Berghang auf etwas über 1000 Metern unter den Felsen der Musenalp. Das Zentrum des Bergdorfes mit knapp 100 Einwohnern liegt rund um das Benediktinerinnen-Kloster Maria Opferung, das 1864 um die Wallfahrtskapelle zur Hl. Maria im Ahorn erbaut wurde. Bereits ab 1190 bezog nach historischen Angaben das Kloster Engelberg Einkünfte aus Niederrickenbach, das seit 1314 ständig bewohnt ist.
Sage um die Heilige Maria im Ahorn: 1798 Zur Zeit der grossen Reformation in der alten Eidgenossenschaft, im Frühjahr 1528, verdiente ein Hirte namens Zumbühl aus dem katholischen Büren sein Brot beim Hüten einer Schafherde im (reformierten) Berner Haslital, das zu dieser Zeit von einem Bildersturm heimgesucht wurde. Der junge Hirte rettete eine Marienfigur mit Kindlein aus der Kirche, das er anschliessend andächtig verehrte und am Ende der Saison mit sich nach Hause nahm. Im darauffolgenden Jahr hütete er erneut eine Schafherde, diesmal aber in Niederrickenbach. Wiederum nahm er seine Maria mit und stellte sie in einen hohlen Ahornbaum, wo sie geschützt war und er sie ungestört anbeten konnte. Als nun der Sommer wieder vorbei war und er ins Tal zurückkehren sollte, liess sich die gute Maria aber nicht mehr aus dem Baum entfernen. Viele andere Bekannte versuchten dem Hirten zu helfen, aber niemand konnte ihm seine Maria zurückbringen. Als man sich nach Rat erkundigt hatte, beschloss man, der Maria eine Kapelle zu erbauen, wo sie geschützt aufbewahrt und ehrfürchtig angebetet werden konnte. Erst als diese Kapelle fertiggestellt war, liess sich die Maria aus dem alten Ahornbaum entfernen. So stellte man sie in ihr neues Gotteshaus, wo sie nach dem letzten Ausbau 1869 noch heute steht. Neben der Marienstatue in der Wallfahrtskirche sind auch die Votivbilder sehenswert. Sie wurden als Dankesgabe für wundersame Hilfe in schwerer Zeit gestiftet, im festen Vertrauen, dass die Gottesmutter Maria die Hände im Spiel hatte. Die Bilder zeigen die helfende und betende Maria. Oft enthalten sie auch einen kurzen Text zur Erläuterung der Situation. Die ältesten Votivbilder stammen aus dem späten Mittelalter, aber auch heute gibt es von Zeit zu Zeit neu gestiftete Bilder. Das Kloster ist für die Öffentlichkeit im Normalfall nicht zugänglich. Die Benediktinerinnen haben mit akuten Nachwuchsproblemen zu kämpfen.

Tourenfotos Februar 2013

Aufstieg Richtung
Skihütte Alp Ahorn

Aufstieg über
Brändlisboden

Brisenhaus SAC von
Morschfeld

Aufstieg vom Brisenhaus
zum Glattegrat

Aufstieg vom Brisenhaus
vom Glattegrat

Risetenstock vom
Glattegrat

Brisen und Steinalper Jochli
vom Glattegrat

Zwelfer von etwa
Unterem Stock

Steinalper Jochli vom
von Steinalper Tribet

Glattegrat und Risetenstock
vom Steinalper Jochli

Auftieg auf etwa 2200 m
vom Steinalper Jochli

Skidepot — Südgrat — Brisen
von etwa 2200 m

Brisen und Südgrat
vom Skidepot

Waldbrueder und Zwelfer
vom Brisen

Haldigrat vom
vom Brisen

Steinalper Jochli
Brisen

Uri Rotstock — Brunnistock — Wissigstock — Engelberger Rotstock — Ruchstock — Chaiserstuel
vom Brisen

Skidepot und Südgrat
vom Brisen

Abfahrt vom
Steinalper Jochli

Aufstieg: Von Niederrickenbach folgt man der Strasse zur Alp Ahorn. Dort weiter etwa bei P.1314, wo sich der Weg gabelt, links zum Brisenhaus, rechts direkt zum Brisen. Links Flach weiter taleinwärts zur Brücke, über den Bach und südostwärts über Brändlisboden zur Brisenhütte. Von der Hütte in südöstlicher Richtung weiter über Schuenegg zum Kamm des Glattegrat P.2191.

Abfahrt: Vom Glattegrat über die sanften Nordhänge runter fahren bis etwa zur Höhe Brisenhaus.

Aufstieg: Nach der Abfahrt erfolgt der Weiteraufstieg zum Brisen. Vom Brisenhaus westlich an den Felsgipfeln des Elfer und Zwelfer vorbei in die Mulde westlich des Zwelfer, möglichst nah an diesem haltend zum Steinalper-Jöchli. Vom Jochli entlang des Grats weiter aufsteigen und bei etwa 2200m von der Nordwestseite- auf die Südost-Seite wechseln. Querung unter dem Gipfel bis über die Abfahrtsrinne (35° bis 40° steil) und in den Brisensattel aufsteigen (Skidepot). Von dort zu Fuss über den Grat leicht zum Gipfel des Brisen aufsteigen.

Abfahrt: Auf der Aufstiegsroute nach Brändlisboden und Niederrickenbach. Weiter über die Fahrstrasse zur Talstation der Seilbahn nach Niederrickenbach.

Zum Brisen sind es rund 1700 Höhenmeter und etwa 5 bis 6 Std.
SAC - Schwierigkeitsgrad: ZS = ziemlich schwierig.

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