Clariden (3267 m) — Bocktschingel (3068 m)
liegen in den Kantonen Glarus und Uri.
Landeskarten mit Skirouten 1:50 000 Nr. 246 S Klausenpass

Swisstopo-Landeskarten - Schweizerische Eidgenossenschaft.


Der Clariden ist mehr als ein bergsteigerisches Schnellgericht zum Nebenverzehr. Eine Besteigung des Clariden wird zu den schönsten Hochtouren in den Glarner Alpen gezählt. Der breitgelagerte, mit einer eindrucksvollen verfirnten Steilflanke gegen den Klausenpass abfallende Clariden zählt zweifellos zu den harmonischsten und publikumswirksamsten Berggestalten des Urner- und Glarnerlands. Südwärts dagegen liegt das grösste Gletscherareal der Zentralschweiz, der Zusammenschluss von Hüfi- und Claridenfirn.
Die zwei völlig unterschiedlichen Gesichter des Berges verlangen natürlich auch zwei ganz verschiedene Zugangsrouten. Die schnellere von Norden hat neben dem geringeren Zeitaufwand vor allem den Vorteil, dass man sich ihm von seiner besten Seite her nähert, und die ideale Neigung der die Nordwand begleitenden Aufstiegsrampe prägt ihn zum idealen Skiberg.
Der Bocktschingel ist einer der stillen Nachbarn des Clariden. Dementsprechend selten wird er auch besucht, doch ein Besuch dieses Berges kann nur empfohlen werden.
Die Überschreitung dieser zwei Gipfel setzt eine gute Kondition voraus.

Tourenfotos Mai 2005

Morgenstimmung am
Clariden

Hüfifirn und Gross Schärhorn
vom Verbindungsgrat

Vorgipfel und Verbindungsgrat
zum Clariden-Hauptgipfel

Hauptgipfel des
Clariden

Bocktschingel und Gemsfaiernstock
vom Clariden

Claridenfirn und Clariden
vom Bocktschingel

Tödi höchster Glarnergipfel
vom Bocktschingel

Tüfels-Joch vom
Bocktschingel

Bocktschinge vom
Tüfels-Joch

Abseilen zwischen Tüfels-Joch
und Plateau des Roten Nossen

Rau Söckli und Im Griess
von etwa P.2303

Bocktschingel von
Griess

Aufstieg: Von der Kapelle am Klausenpass südlich gegen den Tieralpligrat zu 2417 m. Nun über den sich verschmälernden Tierälpligrat zur steil ansteigenden Zunge des Gletschers, dem Iswändli. Oberhalb des Iswändlis über den sanft geneigten Firn zum Chammlijoch, von wo man sich östlich haltend zum Skidepot des Vorgipfels begibt. (Für die Überschreitung des Clariden werden hier die Skis am Rucksack angebracht.) Weiter zu Fuss über den Vorgipfel (3193 m) und auf dem schmalen Verbindungsgrad zum Haupgipfel.

Vom Gipfel weiter über den östlichen Gipfelhang auf den Claridenfirn. Über diesen, vorbei am Bocktschingel, bis zur Höhe des Tüfelsjochs. Nun schwenkt man gegen das Tüfels-Jochs und gewinnt, gegen Westen ansteigend, durch die steile Nordost-Flanke den 3068 m hohen Bochtschingel-Gipfel.

Über die Nordost-Flanke zurück zum Grat des Tüfels-Jochs. Hier wieder Skier an den Rucksack schnallen und abseilen auf das Plateau des Roten Nossen (55 m Seil von Vorteil). Weiter rechts vorbei am Roten Nossen Richtung Tüfelsfridhof, hier westlich haltend, horizontal Richtung Im Griess, vorbei am Firnband (2164 m), zum Clariden Bödemli, von wo man wieder den Ausgangspunkt, die Kapelle des Klausenpasses erreicht.

Zum Bocktschingel sind es rund 1800 Höhenmeter und etwa 9 bis 10 Std für die Rundtour.
SAC-Schwierigkeitsgrad: ZS = ziemlich schwierig
Grat Tüfels-Joch bis Plateau Roten Nossen EX = extrem schwierig.

Skitouren Zentralschweiz